ELMS: ACO beschließt zahlreiche Regeländerungen zur kommenden Saison

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Feinjustierung an den sportlichen Regeln in der ELMS | © Maximilian Graf

Nach einem guten Jahr mit vollen Starterfeldern in der ELMS hat der Automobilklub des Westens kleinere Änderungen an den sportlichen Regeln vorgenommen. Diese betreffen sowohl die Rennwochenenden als auch die Rennen selbst. Der Fokus liegt dabei auf den nicht-professionellen Fahrern.

Die veranstaltende Organisation ACO der European Le Mans Series hat am Donnerstag für die kommende Saison zahlreiche Neuerungen im sportlichen Regelwerk angekündigt. Nach einem erfolgreichen Jahr blickt die ELMS auf eine Stabilisierung der Starterzahlen für die neue Saison. Die Änderungen gelten ab dem ersten Lauf in Le Castellet. Alle Regeln im Überblick:

Wie auch die SRO mit ihrer Blancpain GT Series will die ELMS ihre Reputation als Plattform für nicht-professionelle Teilnehmer stärken. Hierfür wird für jedes Rennen ein Pokal für die beste Herrenfahrermannschaft in der LMP2-Klasse ausgelobt. Teilnahmebedingung ist ein Team aus einem Bronze- und einem Silberfahrer oder zwei Bronzefahrern.

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In der LMP3-Klasse wird es vier zusätzliche Joker-Reifen geben. Diese zusätzlichen Reifen können jederzeit während der Saison genutzt werden. Es erlaubt den Mannschaften, einmalig die vorgeschriebene Anzahl von drei Sätzen pro Wochenende zu überschreiten.

Privater Test bei einigen Veranstaltungen

Bei den Rennen in Monza, auf dem Österreichring, in Spa-Francorchamps und in Portimão wird es einen privaten Test in der Woche vorab geben. Die ELMS-Organisation wird diesen Mittwochstest bezahlen und somit abseits des Rennwochenendes eine weitere Fahrmöglichkeit für Teams und Piloten schaffen.

Darüber hinaus ändern sich auch Abläufe während des Rennens. Beim Boxenstopp dürfen nun erstmals zwei Schlagschrauber verwendet werden. Der Reifenwechsel darf zudem während des Nachtankens erfolgen, was kürzere Standzeiten und eine höhere Konkurrenz zwischen den Mannschaften erlaubt.

Außerdem gibt es neue Fahrzeitregelungen. In der LMP2-Klasse dürfen Silber- und Bronzefahrer mit zwei und einer Viertelstunde fünf Minuten weniger fahren für zwei Piloten. Bei einem Auto mit einem Fahrertrio dürfen jene Klassen nur noch eine Stunde und zehn Minuten fahren, zwanzig Minuten weniger als zuvor. Die Fahrzeit für Gold- und Platinfahrer wurde dagegen auf vierzig Minuten um ein Drittel erhöht. In der LMP3- und GTE-Klasse wurden die Mindestfahrzeiten für Bronzefahrer auf fünfzig, respektive neunzig Minuten gesetzt.