Langstrecken-WM: Toyota setzt Engagement fort, Alonso absolviert LMP1-Test

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Toyota nimmt an der Supersaison teil | © Marius Hecker

Toyota bleibt der Langstrecken-WM treu. Zudem feierte Fernando Alonso sein LMP1-Debüt beim Rookie-Test in Bahrain. Der schnellste Neuling war allerdings Pietro Fittipaldi. Darüber hinaus haben AER und Gibson jeweils einen LMP1-Motor für 2018 entwickelt. Und es gibt ein neues Punktesystem. Ein Nachrichtenspiegel.

Toyota bleibt der Langstrecken-WM erhalten

Die Toyota Motorsport GmbH bestreitet die kommende Supersaison der Langstrecken-Weltmeisterschaft. Im Rahmen der Preisverleihung in Bahrain hat Teampräsident Hisatake Murata die Fortsetzung des Programms verkündet. Damit beendete die japanisch-kölsche Kooperation die monatelangen Spekulationen um einen möglichen Rückzug aus der WM.

Bisher bestätigte Gegner von Toyota Gazoo Racing sind SMP Racing, DragonSpeed und Manor. Darüber hinaus werden weitere Privatiers in der LMP1-Kategorie erwartet. Zum Fahrerkader gab der Autobauer noch keinerlei Auskunft. Des Weiteren gilt es als sicher, dass der Hersteller auf ein drittes Fahrzeug bei den 24 Stunden von Le Mans verzichten wird.

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Alonso ist mit LMP1-Test zufrieden

Fernando Alonso ist glücklich über sein Debüt in der LMP1-Division. Der Spanier testete das erste Mal einen LMP1-Prototypen beim Rookie-Test in Bahrain. Nach einem zehnründigen Einfahren des Toyota TS050 Hybrids durch Sébastien Buemi absolvierte der Spanier insgesamt 113 Runden mit dem Hybrid-Sportwagen. Dabei gelang dem zweimaligen Formel-1-Weltmeister ein Bestwert von 1:43,013 Minuten. Zum Vergleich: Buemis schnellste Rennrunde betrug 1:42,997 Minuten, damit war der Schweizer der rascheste Toyota-Pilot beim Saisonfinale.

„Es war ein grandioser Tag. Einen LMP1-Sportwagen zu bewegen, ist immer etwas Besonderes, weil diese Autos hervorragend zu fahren sind. Vor allem weil diese Fahrzeuge sehr konstant über den ganzen Stint hinweg agieren“, sagte Alonso in einem Presseschreiben von Toyota. „Ich wollte schon immer eines dieser Autos bewegen. Von daher bin ich sehr glücklich.“

Der schnellste Rookie war Alonso aber nicht. Flotter als der aktuelle Werkspilot von McLaren-Honda war nur Pietro Fittipaldi. Der Enkel von Emerson Fittipaldi hat in diesem Jahr die World Series Formel V8 3.5 gewonnen und durfte als Belohnung einen Porsche 919 Hybrid in Bahrain testen. Der Brasilianer benötigte für seinen besten Umlauf 1:42,275 Minuten. Ebenfalls für Toyota trat Thomas Laurent beim Rookie-Test an. Der Neunzehnjährige fuhr einunddreißig Runden. Der Bestwert des Franzosen lag bei 1:43,360 Minuten.

AER und Gibson bauen LMP1-Motoren für 2018

AER hat ein Update für seinen LMP1-Motor vorgestellt. Das V6-Aggregat besitzt einen 2,4 Liter großen Hubraum. Als ersten Kunden hat man SMP Racing gewinnen können. Die russische Mannschaft baut in beide BR1-Prototypen einen P60B, so die offizielle Bezeichnung der Maschine.

Am Motor, der von 2014 bis 16 die LMP1-Sportwagen von Rebellion Racing und ByKolles Racing fortbewegte, wurde die Einspritzanlage, die Zylinderköpfe, die Rückförderpumpe, der Öltank, die Zündanlage und die Motorabstimmung überarbeitet.

Ein Comeback in der LMP1-Kategorie feiert Gibson. Gibson hatte 2014 Zytek übernommen, das unter anderem ein etablierter Motorenlieferant in der LMP1-Wertung war. Derzeit hält die Firma das Motorenmonopol in der LMP2-Klasse. Das Aggregat für die Spitzenklasse ist ein viereinhalb Liter großer V8-Motor. Als ersten Kunden konnte man DragonSpeed akquirieren.