IMSA: Joest und Penske absolvieren erste Testfahrten in Daytona

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Das Mazda-Team Joest beim Test in Daytona | © Joest Racing

Sowohl Joest Racing als auch das Team Penske haben in der vergangenen Woche erstmals in Daytona getestet. Darüber hinaus stehen Nick Tandy und Earl Bamber vor einer Rückkehr in die IMSA SportsCar Championship. RLL Racing bleibt BMW-Werksteam. Und Jackie Chan DC Racing steht vor der Finalisierung eines Zwei-Wagen-Gespanns für die 24 Stunden von Daytona. Ein Nachrichtenspiegel.

Joest Racing absolviert ersten Test in den USA

Das Mazda-Team Joest hat zwei Tage in Daytona an dem stark überarbeiteten Mazda RT24-P gearbeitet. Tristan Nunez, Jonathan Bomarito, Joel Miller und Spencer Pigot teilten sich die Arbeit beim zweitägigen Test.

Bereits im Oktober unternahmen Bomarito und Nunez zusammen mit René Rast Testfahrten mit dem neuen Mazda auf dem Hockenheimring. Ende Oktober fuhr Bomarito noch einen Test in Donington. Nun richtet sich der Fokus bei Joest auf den Wintertest in Daytona am ersten Dezemberwochenende.

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„Das Fahrzeug fühlt sich komplett anders an. Es ist nun deutlich fahrbarer“, erklärte Nunez gegenüber dem NBC. „Der neue Mazda ist deutlich komfortabler. Letzte Saison veränderte sich das Fahrverhalten des Autos ohne Vorwarnung. Das konnte zum Glück abgestellt werden.“

Der finale Fahrerkader muss von Joest und Mazda noch verkündet werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass Nunez und Bomarito das Aufgebot anführen werden. Daneben gilt Miller als nahezu gesetzt. Den vierten Platz könnte Oliver Jarvis einnehmen. Bei den Langstreckenrennen der IMSA helfen wahrscheinlich Pigot und Rast aus.

Penske startet Testbetrieb in Daytona

Direkt im Anschluss an Joest haben Acura und das Team Penske einen zweitägigen Test in Daytona vollzogen. Es war die erste Ausfahrt des neuen Acura ARX-05 in den Steilkurven der Hochgeschwindigkeitsstrecke. Alle vier Stammfahrer nahmen an den Fahrten teil. Nach eigenen Angaben der Mannschaft verlief der Test ohne größere Schwierigkeiten.

„Die Standfestigkeit des Fahrzeugs ist unglaublich. Wir hatten keinerlei Probleme. Acura hat uns einen Motor gegeben, der einfach nur läuft“, sagte Juan Pablo Montoya in einem Presseschreiben. „An der Performance müssen wir noch ein wenig arbeiten, aber das Auto steckt noch in seinen Kinderschuhen.“

Helio Castroneves sieht darüber hinaus noch bei sich Verbesserungspotential. „Aktuell haben Ricky Taylor und Dane Cameron mehr Erfahrung im Sportwagensegment. Juan Pablo und ich müssen noch einige Details lernen – wie ich zum Beispiel mit der Traktionskontrolle arbeite oder mit der Servolenkung. Es gibt einige Dinge, die in der IMSA-Sportwagen-Meisterschaft erlaubt sind, jedoch nicht in der IndyCar“.

Renger van der Zande wechselt zu Wayne Taylor Racing

Die aktuellen Meister von Wayne Taylor Racing haben einen Ersatz für den zu Penske abgewanderten Ricky Taylor gefunden. Renger van der Zande spannt mit Rickys Bruder Jordan zusammen. Vor allem durch sein starkes Überholmanöver in der berühmten Corkscrew hat sich der Niederländer für die Truppe der Seriensieger empfohlen. Ziel der neuen Partnerschaft sei die Titelverteidigung.

„Wir sind sehr glücklich über die Verpflichtung von Renger. Er stand ganz oben auf unserer Liste. Basierend auf dem, was wir von ihm wissen, denken wir, dass er sich perfekt in das Team integrieren wird“, frohlockt Teamchef Wayne Taylor. „Er bringt viel Erfahrung mit, hat einen sehr guten Speed und ist eine tolle Persönlichkeit.“

Als dritter Pilot für die Langstreckenrennen der IMSA hat man sich offenbar die Dienste von Ryan Hunter-Reay gesichert. Der IndyCar-Champion von 2012 trat bereits beim Petit Le Mans für Wayne Taylor Racing an.