VLN-Rundenzeiten: Vermindertes Tempo, aber höhere Leistungsdichte

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Manthey-Racing war in diesem Jahr am schnellsten in der Grünen Hölle | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Den VLN-Veranstaltern ist es gelungen, die Entwicklung der Rundenzeiten auf der Nürburgring-Nordschleife zurückzudämmen. Ein Vergleich der Qualifikationsresultate fördert zutage: Im Vorjahr war der Gesamtschnellste über vier Sekunden flotter. Gleichwohl indiziert die Bestenliste auch eine höhere Leistungsdichte.

In der zurückliegenden Saison versandeten die Diskussion über die VLN-Rundenzeiten auf der Nordschleife des Nürburgrings. Vermutlich liegt die geminderte Relevanz in der derzeitigen Entwicklung beschlossen. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich das Tempo in den Qualifikationseinheiten der Langstreckenmeisterschaft eminent. Somit zeitigen die Maßnahmen der Regelwächter offensichtlich Erfolg.

Zur Winterpause führte der DMSB einen Referenzreifen für die Kategorien SP9, SP Pro und SPX ein, um die Kurvengeschwindigkeiten zu vermindern und das Wettrüsten der Pneulieferanten einzudämmen. Diese Restriktion hat sich in der kombinierten Bestenliste aller neun Qualifikationen augenfällig niedergeschlagen. Stellte Walkenhorst Motorsport im vergangenen Jahr noch einen neuen Rundenrekord auf, misst der Abstand zum nunmehr Gesamtschnellsten über vier Sekunden.

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Beförderte sich im letzten Jahr Christian Krognes dank seiner Umrundung binnen 7:53,375 Minuten ans obere Ende des Klassements, genügte Manthey-Racing in dieser Saison eine Leistung von 7:57,424 Minuten zum Spitzenrang. Gleichwohl: Reichte in der vorangegangen Saison ein Umlauf innerhalb von 8:04,006 Minuten hin, um sich unter den raschesten Zwanzig einzuordnen, tat nun eine Rundenzeit von 8:03,840 Minuten.

Kleineres Delta bei den Durchschnittszeiten

Bringt man überdies die durchschnittliche Rundenzeit der besten Zwanzig in Anschlag, verkleinert sich das Delta in Relation zur Differenz zwischen den Erstplatzierten der beiden Bestenlisten. Unter Berücksichtigung des letztjährigen Mittelwerts von 7:59,553 Minuten beträgt der Unterschied lediglich 1,921 Sekunden. Ergo hat die Leistungsdichte innerhalb der Spitzengruppe zumindest beim Zeitfahren zugenommen.

Darüber hinaus spiegelt sich im kombinierten Klassement auch das Kräfteverhältnis wider, welches man aus den Rennergebnissen herauslesen kann. Fünf der neun Läufe entschied Porsche mit Manthey-Racing zu seinen Gunsten, womit der Hersteller aus Stuttgart-Zuffenhausen unangefochten die erfolgreichste Marke war. Auch bei der Nebeneinanderstellung der Rundenzeiten befindet sich der Neunelfer obenauf.

Fünf Porsche-Delegationen klassierten sich unter den raschesten Zwanzig. Allein Manthey-Racing hievte sich dreimal in diese Wertung, flankiert von Frikadelli Racing und Falken Motorsports. Ein paritätisches Kräfteverhältnis herrscht wiederum zwischen Audi und BMW. Sowohl der Konstrukteur mit den vier Ringen als die Bayrischen Motorenwerken platzierten vier Abordnungen auf der Bestenliste.