Shanghai: Toyota beginnt Halbfinale mit Trainingsbestzeit

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Toyota agierte am Trainingsfreitag federführend | © Toyota Motorsport GmbH

Beflügelt durch den Heimerfolg, hat Toyota das Halbfinale der Langstrecken-WM mit der Trainingsbestzeit begonnen. Im kombinierten Klassement belegte der fernöstliche Konstrukteur in Shanghai die Ränge eins und zwei. Porsche musste sich mit den Verfolgerplätzen bescheiden. Die Reifenbelastung avancierte zum Tagesthema.

Nach dem Zweifacherfolg beim Heimspiel am Fuji ist Toyota mit Rückwind zum Semifinale der Langstrecken-WM nach Shanghai gereist. Diesen Impetus nutzte der fernöstliche Konstrukteur bereits im Training, um bei den Vorbereitungsfahrten am Freitag die absolute Bestzeit zu fahren. In der kombinierten Wertung beider Sitzungen beanspruchte die TMG-Delegation die Ränge eins und zwei.

Obenan im Gesamtklassement: Mike Conway, welcher den Shanghai International Circuit binnen 1:44,741 Minuten meisterte. Damit unterbot der Toyota-Werksfahrer seinen Stallgefährten Anthony Davidson um 0,390 Sekunden. Schon im Eröffnungstraining setzte der Nippon-Hersteller einen Akzent, wobei das Rundenzeitenniveau im ersten Durchgang noch jenseits der Marke von einer Minute und siebenundvierzig Sekunden lag.

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Strategische Bedeutung erlangt indes die Abnutzung der Pneus. „Das war ein ordentlicher erster Arbeitstag“, rapporiert TMG-Athlet Conway. „Wir konnten das Auto kontinuierlich verbessern und uns ein Bild davon verschaffen, welche Reifen am besten passen. Diese Strecke beansprucht die Reifen sehr, also war das eine wichtige Erkenntnis für uns. In ein paar Bereichen müssen wir jetzt noch unsere Hausaufgaben machen, aber insgesamt war es ein recht ermutigender Tag.“

Zudem begann das erste Trainingssegment mit einer halbstündigen Verzögerung, weil Kommunikationsschwierigkeiten zwischen der Rennleitung und den Sportwarten den planmäßigen Ablauf beeinträchtigten. In der abschließenden Rangordnung des Trainingsfreitags musste Porsche mit den Plätzen drei und vier vorliebnehmen. Im Binnenvergleich war Brendon Hartley obenauf. Dieser behauptete sich gegenüber Nick Tandy.

Das Delta zu Klassenprimus Toyota betrug 0,528 Sekunden respektive 0,654 Sekunden. „Es war ein ganz normaler Freitag für uns, wir haben mit beiden Autos unser geplantes Programm durchgezogen“, resümiert Porsche-Teamchef Andreas Seidl. Neben dem Testen von verschiedenen Fahrzeugabstimmungen und Reifenmischungen konnten wir im zweiten Training auch Qualifyingsimulationen durchführen. Wir haben jede Menge Daten gesammelt und wollen in puncto Schnelligkeit morgen noch einen Zahn zulegen.“