Langstrecken-WM: Toyota wartet Reglementdetails ab

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Toyota wartet nötigenfalls bis zum Jahresende mit seiner Entscheidung | © Toyota Motorsport GmbH

Setzt Toyota seine LMP1-Unternehmung in der Langstrecken-WM fort? Der japanische Hersteller zögert die finale Entscheidung hinaus. Eventuell wartet TMG sogar bis zum Jahresende. Eine Zusage hänge von der erstrebten Angleichung der Hybridprototypen und den konventionellen Sportwagen ab.

Im Augenblick zaudert Toyota, einen endgültigen Entschluss hinsichtlich seines Verbleibs in der Langstrecken-WM zu fassen. Äußerstenfalls zögere der Konstrukteur aus Fernost seine Entscheidung bis zum Jahresende hinaus, solange ACO und FIA das LMP1-Regularium für die Supersaison 2018 und 2019 noch nicht ausgeformt haben. Gleichwohl wende sich TMG in der Zwischenzeit den Vorbereitungen für das kommende Jahr zu.

Eine Zusage, das LMP1-Programm in der FIA World Endurance Championship weiterzuführen, hänge von der Nivellierung der Hybridprototypen und den konventionellen Sportwagen ab. Höchstwahrscheinlich bleibe die Spezifikation der hybriden Antriebe unangetastet. Daher stehe die Frage im Raum, auf welches Leistungsniveau das Organisatorentandem die privaten LMP1-Gefährte zu hieven gedenkt.

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Derweil sei Toyota mehr oder minder beschlussunfähig. „Die Entscheidungsfrist hängt hauptsächlich vom Veröffentlichungszeitpunkt der Regularien ab“, erklärt TMG-Technikchef Pascal Vasselon gegenüber Sportscar365. „Wir beobachten, was passiert. Es ist daher schwierig, die Frage hinsichtlich eines Engagements zu beantworten, solange wir nicht exakt wissen, worüber wir eigentlich reden.“

Zumal Toyota – im Gegensatz zu Peugeot – mitnichten unter Handlungszwang stehe. Schließlich müsse TMG bis zur Saison 2020 keine grundlegenden Weiterentwicklungen am Toyota TS050 Hybrid vornehmen. „Unserseits, denke ich, haben wir keine absolute Frist, wann wir Ja oder Nein sagen. Wir müssen wissen, was im Einzelnen passieren wird, wie die Dinge umgesetzt werden“, meint Vasselon.

Überdies könne Toyota ein Forfait im Unterschied zu einem Einstieg, den man vielerorts Peugeot nachgesagt hatte, umstandslos vollführen. „Es stellt zu keiner Zeit ein Problem dar, Nein zu sagen“, betont Vasselon die Flexibilität Toyotas. „Peugeot musste irgendwann eine Entscheidung treffen. Denn diese betraf den Einstieg. In unserem Fall geht’s um den Ausstieg. Es ist einfach jederzeit auszusteigen.“