Langstrecken-WM: Toyota zögert mit seiner Entscheidung

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Steigt Toyota ebenfalls aus? | © Toyota Motorsport GmbH

Beendet Toyota sein LMP1-Programm nach der Saison ebenfalls? Oder setzt die TMG-Abteilung ihr FIA-WEC-Engagement im nächsten Jahr fort? Eine Entscheidung fällt höchstwahrscheinlich zum Monatsende. In der Zwischenzeit ventilieren ACO und FIA Konzepte, um die LMP1-Prototypen anzugleichen.

Führt Toyota sein Engagement in der Langstrecken-WM fort? Oder gedenkt der Konstrukteur aus Japan, zum Saisonende ebenfalls auszusteigen? Eine Entscheidung solle noch im Oktober fallen. Höchstwahrscheinlich äußert sich die TMG-Equipe allerdings noch nicht an diesem Wochenende während ihres Heimspiels am Fuji zu den zukünftigen Vorhaben im Langstreckensport.

Die Fachpublikation Sportscar365 vermeldet, voraussichtlich gebe Toyota seinen Entschluss frühstens zum Monatsende bekannt. Denn der fernöstliche Hersteller stehe infolge des Porsche-Forfaits im Dialog mit den Veranstaltern des ACO und der FIA. Demnach kreise die Diskussion um die Frage der Equivalence of Performance, welche die Hybridprototypen Toyotas mit den konventionellen LMP1-Sportwagen der privaten Rennställe angleichen soll.

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Intention sei es, die Konfiguration der Hybridrenner nicht zu modifizieren, wohingegen die herkömmlichen Boliden zusätzliche Kraftstoffmengen und einen Leistungsbonus erhalten sollen. Allerdings hat das Organisatorengespann aus ACO und FIA diese Pläne bislang noch nicht en détail ausgestaltet. Deren Konkretisierung harre Toyota im Augenblick, ehe der pazifische Autobauer einen Entschluss fasst.

Damit geraten ACO und FIA unter Handlungszwang, weil nach einem Fortgang Porsches – und auch Toyota – lediglich die Privatiers blieben. Zumal bisher nur SMP Racing bestätigte, an der Supersaison in den Jahren 2018 und 2019 teilzunehmen. ByKolles Racing erteilte noch keine definitive Zusage, Ginetta hat zwar drei LMP1-Prototypen verkauft, dessen Kunde machte seine Planungen aber noch nicht publik.

Zudem kokettiert Oreca zwar mit einem LMP1-Aufstieg, Handfestes präsentierte der französische Chassiskonstrukteur, welcher in der LMP2-Liga der Langstrecken-WM gleichsam ein Monopol beansprucht, dahingegen nicht. Gleichwohl trägt sich Rebellion Racing mit einer Wiederkehr ins Oberhaus der Le-Mans-Prototypen. Auch Manor schielt auf einen Wechsel in die Spitzenklasse der FIA World Endurance Championship.