Le Mans: Peugeot erteilt dem ACO eine Absage

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Peugeot plant keinen Le-Mans-Start in unmittelbarer Zukunft | © Peugeot Media

Den ACO hat eine weitere Hiobsbotschaft erreicht. Peugeot hat sich gegen ein Engagement in der LMP1-Klasse der Langstrecken-WM entschieden, um stattdessen in der Rallycross-Weltmeisterschaft anzutreten. „Wir können dies bloß akzeptieren“, erklärt der Automobilklub daher in einer Stellungnahme.

Peugeot hat dem ACO mehr oder minder eine Absage erteilt. Der Konstrukteur aus Paris plant im Augenblick kein LMP1-Programm, um an der Langstrecken-WM und dem 24-Stunden-Rennen von Le Mans teilzunehmen. Stattdessen gedenkt die Marke mit dem Löwen, zukünftig in Zusammenarbeit mit dem neunfachen WRC-Titelträger Sébastien Loeb die Rallycross-Weltmeisterschaft zu bestreiten.

In einem Kommuniqué äußerte sich der ACO zum Entschluss Peugeots gegen die Konstruktion eines Hybridprototyps sowie einem Werksengagement in der LMP1-Kategorie. „Der Automobil Club de l’Ouest hat von der Entscheidung Peugeots erfahren, sein Programm in einer anderen Serie anstatt im Langstreckensport zu intensivieren. Wir können dies bloß akzeptieren“, erklärt der Automobilklub in seiner Stellungnahme.

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Daher wolle der ACO hinfort weiterhin Überzeugungsarbeit verrichten, um die „Richtigkeit der im Langstreckensport eingeschlagenen Direktive“ zu belegen und Peugeot für sein Vorhaben zu gewinnen. „Wir verfolgen weiterhin unsere Strategie, eine zugängliche Spitzenklasse zu errichten – mit weitaus geringen Budgets, als während der vergangenen Jahre notwendig waren“, betont der ACO in seiner Pressemitteilung.

Zugleich räumen die Verantwortlichen in Le Mans Fehlentwicklungen hinsichtlich der Kosten in der LMP1-Oberklasse ein. „Wie schon oftmals in der Vergangenheit wuchsen jene aufgrund des Engagements verschiedener Hersteller zuletzt exponentiell“, gesteht der ACO in seinem Schreiben. „Wir werden uns an diesen natürlichen Zyklus im Langstreckensport anpassen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.“