VLN: Spannung in der Meisterfrage

573
Marcel Manhellers Führung steht auf dünnem Eis | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Nach dem siebenten VLN-Rennen hat Marcel Manheller die Führung in der Gesamtwertung übernommen. Den zweiten Platz belegen die vorzeitigen Meister der Cayman-Cup-Klasse Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula vor Claudius Karch, dem V6-Seriensieger. Aufgrund der Streichergebnisse kann die Tabelle allerdings noch ordentlich in Bewegung geraten.

Mit seinem dritten Sieg in der Produktionswagen-Klasse V4 hat sich Marcel Manheller im BMW 325i vor dem Halbfinale der VLN-Langstreckenmeisterschaft an die Spitze der Gesamtwertung gesetzt. Der Döttinger profitiert von den hohen Starterzahlen der populären Klasse mit den seriennahmen Rennwagen bis zweieinhalb Litern Hubraum.

Zuletzt zählte die Kategorie siebzehn Teilnehmer. Allerdings ist auch die Leistungsdichte bei den vorwiegend eingesetzten BMW 325i der Baureihe E90 enorm eng. Dessen ist sich auch Manheller bewusst: „Das war ein hartes Rennen mit vielen Unfällen und wir sind froh, das Auto heil durchgebracht zu haben. Wir waren von der Performance der Konkurrenz diesmal sehr beeindruckt.“

- Anzeige -

Auf dem zweiten Rang haben sich Moritz Kranz, Hamza Owega und Alex Schula eingerichtet. Der Dreier sicherte sich zudem vorzeitig den Titel im Porsche-Cayman-Cup. Dritter ist Claudius Karch, der in seinem seriennahen Porsche Cayman in der Klasse V6 die Siege in Serie sammelt.

Konkurrenz aus dem hinteren Feld

Ungemach droht den Führenden aber weniger von den direkten Verfolgern, als vielmehr aus den etwas hinteren Rängen. Rechnet man nämlich schon jetzt die beiden Streichergebnisse, die am Ende der Saison zum Tragen kommen, in die Wertung ein, so zeigt sich in der Tabelle ein gänzlich anderes Bild.

An der Spitze steht dann Michael Schrey. Im Bonk-BMW-M235i sammelt der amtierende Meister Rennen für Rennen reichlich Punkte im BMW-Zweier-Pokal. Die Cup-Klasse ist nämlich mit durchschnittlich neunzehn Startern noch besser besetzt als Manhellers Klasse V4. Allerdings schwebt über dem Meister ein Damoklesschwert: Schrey hat seine Streichergebnisse bereits am Anfang der Saison mit einem dritten Platz und einer Nullnummer abgeliefert.

Somit ist Schrey zum Siegen verdammt, will er seinen Titel verteidigen. Ähnlich wie in der V4 geht es aber auch im BMW-Cup an der Spitze immer eng zu. „Wir sind fahrerisch alle auf nahezu einem Level unterwegs, daher ist es nicht einfach zu überholen“, erläutert Schrey, welcher aber weiterhin an seine Chancen glaubt.