Laguna Seca: Spirit of Daytona bezwingt Cadillac im Endspurt

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Spirit of Daytona Racing feierte in Laguna Seca seinen ersten LMP2-Erfolg | © Marcel Langer (MarcelLanger.com)

In einem nervenaufreibenden Zielsprint hat Spirit of Daytona Racing in Laguna Seca seinen ersten IMSA-Saisonsieg erfochten. In der Podiumsmitte jubelten Duncan Cameron und Eric Curran. Nach lang währender Führung unterlag die Cadillac-Mannschaft Action Express Racing wiederum in der Schlussphase.

Spirit of Daytona Racing hat in Laguna Seca seinen ersten Saisonerfolg in der IMSA SportsCar Championship davongetragen. In einem nervenaufpeitschendem Schlussspurt bezwang das LMP2-Gespann Renger van der Zande und Marc Goosens die Cadillac-Konkurrenz. Beim Zieleinlauf betrug der Vorsprung auf Duncan Cameron und Eric Curran von Action Express Racing lediglich zwei Sekunden.

Zuvor kontrollierte die Cadillac-Delegation dahingegen weitgehend das Geschehen beim Halbfinale der IMSA SportsCar Championship. Zur Halbzeit eroberte Action Express Racing die Führung und verwaltete fortan die Spitzenposition. In der Schlussphase strauchelte das Cadillac-Ensemble jedoch, weshalb der Vorsprung auf die Ligier-Widersacher von Spirit of Daytona dahinschmolz.

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Sodann ging van der Zande daran, die Partie zu seinen Gunsten zu wenden. Kompromisslos hastete der Ligier-Pilot durch den Überrundungsverkehr, um sich ins Heck seines Vordermanns zu manövrieren. Im vorletzten Umlauf beförderte sich van der Zande schließlich in der Corkscrew-Kurvenkombination an Spitzenreiter Cameron vorbei. Somit reüssierte Spirit of Daytona Racing erstmals mit seinem LMP2-Prototyp, Cadillac musste sich hingegen unterordnen.

Derweil komplettierten die Markenkollegen von Wayne Taylor Racing das Stockerl bei der vorletzten Saisonbegegnung der IMSA SportsCar Championship. Die Brüder Ricky und Jordan Taylor erstritten somit nicht nur die Bronzemedaille, sondern verteidigten auch die Tabellenführung. Deren Punktestand beträgt nunmehr 288 Zähler, was eine Differenz von neunundzwanzig Punkten auf die Verfolger Cameron und Curran ergibt.

BMW besiegt Ferrari und Porsche in der GTLM-Sparte

In der GTLM-Liga erklommen drei verschiedene Herstellerabordnungen das Klassenpodium. Obenauf: John Edwards und Martin Tomczyk, welche für den BMW-Rennstall Rahal Letterman Lanigan Racing die Siegertrophäe errangen. Das Doppel rettete einen Vorsprung von anderthalb Zehntelekunden ins Ziel. Die Rivalen: das Ferrari-Duo Giancarlo Fisichella und Toni Vilander von Risi Competizione.

Dritte wurden die Porsche-Piloten Patrick Pilet und Dirk Werner. Die Meisterschaftswertung führt nichtsdestominder das Corvette-Ensemble Antonio García und Jan Magnussen an. In Kalifornien musste sich die Mannschaft in Gelb allerdings mit dem vierten Platz bescheiden. An zweiter Stelle rangieren die Ford-Gegner Richard Westbrook und Ryan Briscoe, welche einen Neunzehn-Punkte-Rückstand verzeichnen.

In der GTD-Kategorie triumphierte unterdessen die Scuderia Corsa. Christina Nielsen und Alessandro Balzan erblickten das schwarz-weiß karierte Tuch mit einem sechssekündigen Vorsprung, womit das Ferrari-Duo seine Tabellenführung konsolidierte. Platz zwei belegte Michael Shank Racing mit dem Acura NSX GT3. Am Lenkrad lösten Andy Lally und Katherine Legge einander ab.

Das Siegertreppchen vervollständige Park Place Motorsport mit seinen Porsche-Fahrern Patrick Lindsey und Jörg Bergmeister. Demgegenüber versäumte Jeroen Bleekemolen seine Chance, im Titelkampf aufzuholen, erreichte das Ziel mit Bean Keating und Riley Motorsports nur als Achter. Das meisterschaftsentscheidende Petit Le Mans findet am ersten Oktoberwochenende auf der Road Atlanta statt.