HTP Motorsport: Mit einer Hand am Pokal ausgefallen

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HTP Motorsport war auf der Zielgeraden zum Titel | © Stefan Deck

Es war ein rabenschwarzer Tag für HTP Motorsport beim Blancpain-Sprintcupfinale auf dem Nürburgring. Von der Poleposition gestartet und schon mit einer Hand am Meisterschaftspokal musste die Mercedes-Mannschaft das Rennen aufgeben. Die Meisterschaft und der Sieg gehen an die Abstauber Stuart Leonard und Robin Frijns.

Maximilian Buhk, Franck Perera und HTP Motorsport erlebten auf dem Nürburgring ein Wochenende, das sie so schnell nicht mehr vergessen werden. Im Qualifikationsrennen sowie der ersten Hälfte des Hauptrennens lief alles nach Plan, das Duo sah schon aus wie die strahlenden Meister der Blancpain-Sprintserie.

Die Vorzeichen drehten sich jedoch schon ein wenig beim einzigen Boxenstopp des einstündigen Rennens. Buhk, der von Platz eins startete, übergab den Mercedes-AMG GT3 in Führung liegend an Perera. Der musste allerdings recht lang warten, bis er loslegen konnte. Beim Reifenwechsel verhakte sich der Schlagschrauber und so gelang es dem Team WRT, die eigenen Titelkandidaten Dries Vanthoor und Marcel Fässler vorbei und auf Meisterschaftskurs zu bringen.

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Jedoch war der WRT-Audi von der Rennleitung mit einer Durchfahrtsstrafe belegt, denn ein Mechaniker verhakte sich beim Boxenstopp mit dem Luftschlauch am Spoiler und fiel zu Boden. „Nach der Strafe gegen den Audi hätten wir das Ding nur noch nach Hause fahren müssen“, beschreibt Buhk die Situation. Allerdings zwang ein technischer Defekt am linken Vorderrad, welches schon beim Boxenstopp für Probleme sorgte zur Aufgabe. Buhk: „Es sollte wohl nicht sein.“

„Es tut mir unheimlich leid für die ganze Mannschaft, die schon die ganze Saison hinweg fantastische Arbeit leistet. Alles lief nach Plan, wir hatten das Rennen im Griff. Aber solche Unwägbarkeiten gehören eben auch zum Motorsport. Die Enttäuschung sitzt tief, aber wir müssen und werden sie hinunterschlucken“, befindet Teamchef Norbert Brückner nach dem Rennen.

Für Buhk und Perera gilt es nun nach vorn zum Saisonfinale der Blancpain-GT-Serie in Barcelona zu schauen. „Der Schaden kam ohne Vorwarnung und ohne dass es zuvor eine Berührung oder Ähnliches gegeben hätte. So etwas gehört eben zum Rennsport dazu“, fasst es Buhk zusammen. Übrigens: Meister der Sprintserie wurden in einer turbulenten Schlussphase recht überraschend Stuart Leonard und Robin Frijns (WRT).