ADAC GT Masters: Team Zakspeed zieht Protest zurück

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Das Team Zakspeed akzeptiert die Disqualifikation auf dem Sachsenring | © Gruppe C

Die Ergebnisse des ADAC-GT-Masters-Semifinales auf dem Sachsenring sind nun offiziell. Denn das Team Zakspeed hat den Entschluss gefasst, die Berufung gegen die Disqualifikation seiner beiden Besatzungen zurückzuziehen. Der Grund für den Wertungsausschluss: eine nicht regelkonforme Nockenwellen.

Das Team Zakspeed hat seine Entscheidung revidiert, gegen die Disqualifikation beim ADAC-GT-Masters-Halbfinale Widerspruch zu erheben. „Das Ergebnis vom Sachsenring ist somit endgültig, und im Sinne des Sports kann in Hockenheim ein Meister gekrönt werden“, bestätigt Teamchef Peter Zakowski in einer Pressemitteilung. Zuvor hatten die Sportkommissare beide Besatzungen des Rennstalls aus Niederzissen aus sämtlichen Wertungen des Wochenendes ausgeschlossen.

Das Urteil der Regelwächter fußte auf der Auswertung der technischen Nachkontrolle, wonach der Mercedes-AMG GT3 des Teams Zakspeed nicht mit der gültigen Homologation übereinstimmt. In Konsequenz dessen ging die Eifelaner Equipe in Berufung, was eine Vorläufigkeit der Resultate auf dem Sachsenring bewirkte. Ein unabhängiger Gutachter bestätigte allerdings die Analyse der Technikkommissare.

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Somit stehen die Markenkollegen von Mücke Motorsport als Bestplatzierte des Sonntagslaufes fest: Sebastian Asch und Debütant Edoardo Mortara. „Laut DMSB entsprach der Verstellbereich der Nockenwellen nicht dem Homologationsstand des Fahrzeugs“, erklärt Zakowski. „Da wir als Kundenteam keinen Zugriff auf diese Daten haben, haben wir unmittelbar externen Sachverstand eingeholt. Dieser bestätigte die Aussage des DMSB, was uns letztlich dazu bewegte, die Berufung zurückzuziehen.“

Folgerichtig büßt das Team Zakspeed nicht nur seinen Zweifacherfolg im zweiten Durchgang auf dem Sachsenring ein, sondern ebenso den Silberrang, welchen Yelmer Buurman und Nicolai Sylvest im Samstagsrennen errangen. Daher sind die Stallgefährten Luca Ludwig und Luca Stolz aufgrund dieses Entschlusses außerstande, beim Finale den Titel davonzutragen. Denn der Rückstand auf die Tabellenführer beträgt nunmehr neunundfünfzig Punkte.

Am oberen Ende des Klassements haben sich unterdessen Jules Gounon eingeordnet. Der Zählerstand des Piloten von Callaway Competition: 129 Punkte. BMW-Kontrahent Philipp Eng des Teams Schnitzer verbucht wiederum einen Zwanzig-Punkte-Rückstand. Ebenfalls noch mathematische Chancen haben die Titelverteidiger Christopher Mies und Connor De Phillippi sowie Kelvin van der Linde, Sebastian Asch und Markus Pommer.