Blancpain GT: Robin Frijns und Stuart Leonard sind Sprintcup-Meister

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Robin Frijns und Stuart Leonard gewinnen für WRT auf ganzer Linie | © Stefan Deck

HTP Motorsport und W Racing Team haben sich einen harten Kampf um die Meisterschaft im Blancpain-Sprintcup geliefert. Nachdem die favorisierten Autos aber Rückschläge einstecken mussten, gewannen Robin Frijns und Stuart Leonard als Abstauber sowohl das Sprintcup-Finale als auch die Meisterschaft auf der Kurzstrecke.

Das Hauptrennen des Blancpain-GT-Sprintcups bot alles an Spannung, was man sich nur vorstellen kann. In einem turbulenten und dramatischen Rennen gewannen Robin Frijns und Stuart Leonard sowohl das Sprintsaisonfinale als auch die Sprintwertung auf dem Nürburgring. Sowohl die Teamkollegen von WRT als auch HTP Motorsport stehen als Verlierer da.

Dabei hat es für HTP Motorsport beim Heimrennen verheißungsvoll angefangen. Franck Perera startete das Auto von der Poleposition und konnte sich vom Feld absetzen. Den Vorsprung büßte er durch eine Safety-Car-Phase wieder ein. Anschließend ging beim Boxenstopp der Reifenwechsel vorn links schief. Infolgedessen kam Maximilian Buhk hinter Meisterschaftskonkurrent Dries Vanthoor (WRT) wieder auf die Strecke.

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Vanthoors Teamkollege Marcel Fässler hatte den Audi gestartet und zum Boxenstopp gebracht. Dieser lief ebenfalls nicht reibungslos, aber schneller als bei HTP Motorsport ab. Ein Mechaniker verhakte sich mit dem Schlauch der Luftlanze an der seitlichen Spoilerplatte des Audi R8 LMS und fällt zu Boden. Noch während die Rennleitung über diesen Vorfall beriet, brach über die Mercedes-AMG-Konkurrenz weiteres Unheil herein.

Maximilian Buhk verlor – bislang ist die Ursache nicht bekannt – die Kontrolle über seinen Wagen und kam ins Kiesbett, konnte sich aber retten. Wenig später stellte er den AMG-Sportwagen jedoch mit einem Schaden am vorderen linken Reifen ab. Damit waren er und Perera raus aus dem Titelrennen. Nur wenige Umläufe später musste Vanthoor zur Durchfahrtsstrafe antreten, was auch ihn die Meisterschaft kostete. Am Ende wurde er Zehnter.

Damit hat die Stunde für Robin Frijns geschlagen. Der Niederländer kassierte Teamkollege Markus Winkelhock in einem sehenswerten Manöver und wurde so in Führung gespült. Mit 82 Punkten auf dem Konto gewinnen er und Stuart Leonard recht überraschend die Meisterschaft. Winkelhock und Will Stevens (WRT) beendeten das Rennen auf Rang zwei, Platz drei ging an Andrea Caldarelli und Ezequiel Perez Companc (Grasser Racing).