Spa 24: Audi siegt mit Saintéloc Racing

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Das Team AKKA ASP kämpft mit Saintéloc Racing um den Sieg | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Edoardo Mortara erlebt Moment des Schreckens

13.26 Uhr: Der neue Stand nach den nächsten Boxenstopps. Das Team AKKA ASP ist zwar weiterhin in Führung, der neu eingewechselte Raffaele Marciello hat aber viel Vorsprung auf seine Verfolger aus dem Audi-Lager eingebüßt. Der Stopp der französischen Mercedes-AMG-Mannschaft war rund fünf Sekunden langsamer als jener der Ingolstädter Konkurrenz.

Markus Winkelhock (Saintéloc) fährt jetzt knapp acht Sekunden hinter Marciello, Nico Müller (WRT) eine weitere Sekunde dahinter. Insgesamt sind die Protagonisten zehn Minuten länger gefahren als in den Stints zuvor. Der Plan ist offensichtlich, den letzten Splash & Dash einzusparen.

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In dem Zuge bleibt auch Michael Christensen in seinem Porsche im Fokus. Er fährt einen anderen Zyklus als die Führenden und wird erst nach dem letzten Boxenstopp seinen wahren Rückstand zur Spitze offenbaren.

12.37 Uhr: Wachablösung auf den Verfolgerplätzen. Markus Winkelhock (Saintéloc) hat Nico Müller (WRT) hinter sich gelassen. Müller fährt wie schon García im 2:24-Minuten-Bereich. Damit ist dieser rund zwei Sekunden langsamer als Edoardo Mortara an der Spitze, also auch Markenkollege Winkelhock.

12.08 Uhr: Edoardo Mortara erlebt die Schrecksekunde seines Lebens. Bei einem ambitionierten Manöver in der Eau-Rouge-Senke, bei dem der AKKA-ASP-Pilot versucht, auf der Außenbahn einen Cup-Porsche zu überrunden, wird er von jenem am Heck getroffen. Mortaras Mercedes-AMG GT3 dreht sich, schlägt aber wie durch Wunder nirgends an. Mortara verliert lediglich fünfzehn Sekunden und kann in Führung weitermachen.

Kurz darauf kommt Mortara zum regulären Boxenstopp, wieder gemeinsam mit dem Verfolger von WRT. Der etwas langsame Antonio García übergibt dabei nach nur einem Stint wieder an Nico Müller.

11.42 Uhr: Weniger als fünf Stunden stehen noch auf der Uhr für die Teilnehmer. Langsam müssen wir uns wieder strategische Gedanken machen. Wer stoppt noch wie oft, wie lang und vor allem: Wann? Bislang auf einer identischen Strategie sind die beiden führenden Edoardo Mortara (Team AKKA ASP) und Antonio García (WRT).

Seit seiner Einwechslung hat Audi-Pilot García aber etwas Boden gegenüber seinem Kontrahenten verloren. Der Italiener im Mercedes-AMG fährt bis zu zwei Sekunden pro Runde schneller. Die Frage, die sich stellt ist: Bleibt García im Auto, oder hat womöglich der R8 LMS ein technisches Problem?

Dahinter rangieren Christopher Haase (Saintéloc) und Andy Soucek (Bentley), welche ähnliche Rundenzeiten wie Mortara zustande bringen. Das Hauptaugenmerk liegt jedoch auf Laurens Vanthoor und seinem Bernhard-Porsche. Vanthoor ist mit unter 2:22 Minuten der schnellste Mann auf dem Kurs. Gleichzeitig ist der Porsche auf einer anderen Strategie unterwegs. Möglicherweise ist das Team in der Lage, ohne Tankstopp am Rennende durchzukommen.