IMSA: Joest Racing übernimmt Mazdas DPi-Programm

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Joest Racing fungiert fortan als Werksmannschaft von Mazda | © IMSA

Mazda tauscht in der IMSA-Meisterschaft seine Einsatzmannschaft. Joest Racing löst SpeedSource Race Engineering zur kommenden Saison ab. Damit treffen im nächsten Jahr zwei der erfolgreichsten Sportwagenmannschaft aller Zeiten aufeinander. Denn das Team Penske spannt 2018 mit Oreca und Honda zusammen.

Nach mehreren Jahren der Erfolglosigkeit wechselt Mazda seine Einsatzmannschaft des DPi-Programms im IMSA-Championat. Bereits zur neuen Saison setzt Joest Racing die beiden Mazda-RT24-P-Sportwagen des Herstellers ein. Die Japaner hoffen, mit diesem Schritt endlich wieder zurück in die Erfolgsspur zu finden.

Die scheidende Truppe von SpeedSource Race Engineering bekam in den vergangenen Jahren die Technik der verschiedenen Mazda-Prototypen nicht in den Griff. Alleine im laufenden Kalenderjahr fiel pro Rennen mindestens ein Mazda mit Elektronikproblemen aus.

Mit dem Rennstall von Reihold Joest hofft Mazda nun, die Wende einleiten zu können. „Die Chance mit einem der erfolgreichsten Rennställe aller Zeiten zusammen zu arbeiten, bietet uns die Gelegenheit, Mazda endlich wieder siegfähig zu machen. Ich bin davon überzeugt, dass das Mazda Team Joest viele Siege feiern wird und die erfolgreiche Historie von Mazda fortschreiben wird“, zeigt sich Masahiro Moro, Geschäftsführer von Mazda Nordamerika, sehr zuversichtlich.

John Doonan packt sogar noch einen drauf. Der Chef von Mazda Motorsport Nordamerika spricht von einer „Einmal-im-Leben-Chance“. „Wir sind sehr gespannt und stolz darauf, mit Mazda zusammenzuspannen. Mazda hat vor allem in Nordamerika eine sehr erfolgreiche Vergangenheit, an die wir natürlich anknüpfen wollen“, fügt Ralf Jüttner, Teamchef bei Joest Racing, hinzu.

Fahrerzusammensetzung noch ungewiss

Die neue Zusammenstellung richtet den Fokus derzeit voll auf das kommenden Jahr. An den letzten verbleibenden drei Rennen der IMSA-Meisterschaft wird man nicht mehr teilnehmen, stattdessen soll bereits in wenigen Wochen das Testen für das nächstjährige Fahrzeug beginnen. Dazu soll Multimatic Motorsport, das den erfolglosen Riley LMP2 entworfen haben, auf dem auch der Mazda-DPi aufbaut, das aktuelle Chassis überarbeiten.

Die aktuellen Mazda-Piloten bleiben vorerst ein Teil von Mazda Motorsport. Jonathan Bomarito, Tristan Nunez, Tom Long und Joel Miller beginnen die Testarbeiten mit Joest Racing. Ob das Quartett auch im nächsten Jahr zum Fahrerkader gehört, ist allerdings ungewiss.

Die Fans dürfen sich jedenfalls auf eine sehr spannende Saison 2018 freuen. Das Team Penske kehrt zusammen mit Honda auf die Langstrecke zurück. Zudem wird Extreme Speed Motorsport den Nissan-DPi weiterentwickeln. Damit dürfte spätestens nächstes Jahr die Cadillac-Übermacht seitens Wayne Taylor Racing und Action Express Racing eingebremst, wenn nicht sogar beendet werden.