Nürburgring: Toyota beendet Trainingsfahrten mit Bestzeit

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Toyota fuhrt in der Abschlusssitzung die schnellste Rundenzeit | © Christian Moskopp (1VIER.COM)

Die Toyota-Werksmannschaft hat das letzte FIA-WEC-Training auf dem Nürburgring mit einer Bestzeit abgeschlossen. Demgegenüber ordnete sich Widersacher Porsche nur auf den Positionen zwei und drei ein. Derweil ahndeten die Sportkommissare ein Vergehen der Manor-Truppe mit einer Sieben-Minuten-Strafe.

Nach einem zurückhaltenden Auftritt am Freitag hat Toyota das Trainingsprogramm auf dem Nürburgring mit einer Sitzungsbestzeit abgeschlossen. Im sechzigminütigen Abschlusssegment reklamierte das TMG-Gespann die Ränge eins und zwei für sich. Vorneweg: José María López, welcher den Grand-Prix-Kurs in der Vulkaneifel binnen 1:38,969 Minuten umrundete – und somit 0,427 Sekunden rascher als Stallgefährte Anthony Davidson.

Folglich belegte Weltmeister Porsche die nachfolgenden Ränge im Klassement. Mit einem Rückstand von 1,666 sortierte sich Timo Bernhard als Dritter vor Markenkollege Neel Jani ein, dessen Abstand zum Bestplatzierten 1,798 Sekunden betrug. In Ansehung der bisherigen Trainingsdurchgänge deuten die Resultate auf ein weitgehend ausgewogenes Kräfteverhältnis zwischen den beiden Konstrukteuren hin.

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Unterdessen bewegte sich ByKolles Racing weitab der Rundenzeiten der Hybridsportwagen. Dominik Kraihamer glückte zumindest eine minimale Verbesserung gegenüber. Die Uhr stoppte bei 1:48,546 Minuten. In der LMP2-Liga war wiederum Vaillante-Rebellion mit seinem Oreca-Gibson-Prototyp obenauf. Bruno Senna meisterte den fünf Kilometer messenden Rundkurs innerhalb von 1:46,071 Minuten.

Sportkommissare belegen Manor mit Sieben-Minuten-Strafe

Überdies brachte die Rotphase im zweiten Training, verursacht durch einen Fotografen, der im Gefahrenbereich stand, weitere Konsequenzen mit sich. Die Manor-Besatzung mit der Startnummer vierundzwanzig muss während des Rennens eine siebenminütige Stop-and-Go-Strafe verbüßen, weitere Sechs-Minuten-Strafen bei den kommenden drei Rennen. Der Grund: Jonathan Hirschi überholte unter roter Flagge einen der Ford-GT-Sportwagen und kollidierte.

In der GTE-Pro-Klasse reihte sich Ford vor Ferrari ein. Chip-Ganassi-Racing-Pilot Olivier Pla fuhr eine Bestzeit von 1:54,875 Minuten. Die Roten ordneten sich mit Davide Rigon (+0,346 Sekunden) und James Calado (+0,451 Sekunden) dahinter ein. In der GTE-Am-Kategorie positionierte sich Dempsey-Proton Racing an erster Stelle. Porsche-Athlet Matteo Cairoli erzielte eine Bestzeit von 1:56,882 Minuten.

Die zweigliedrige Qualifikation auf der Grand-Prix-Variante des Nürburgrings findet um 14.55 Uhr statt. Das morgige Sechs-Stunden-Rennen beginnt um dreizehn Uhr. Während die Wetterstationen für den restlichen Samstag im Augenblick keinerlei Niederschläge vorhersagen, beträgt die Regenwahrscheinlichkeit am Sonntagmorgen und -abend bis zu neunzig Prozent.