Nürburgring: Porsche verbessert Trainingsbestzeit um drei Sekunden

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Porsche präsentierte sich am Trainingsfreitag in Frühform | © Porsche

Porsche bleibt federführend auf dem Nürburgring. Während des Nachmittagstrainings der Langstrecken-WM hat sich die Traditionsmarke gegenüber der Eröffnungssitzung um etwa drei Sekunden verbessert. Dahingegen musste Kontrahent Toyota mit den Plätzen drei und vier vorliebnehmen.

Im Nachmittagstraining der Langstrecken-WM auf dem Nürburgring ist Porsche neuerlich als Taktgeber aufgetreten. Zudem erhöhte die Delegation aus Stuttgart-Zuffenhausen gegenüber der Vormittagssitzung das Tempo immens. Brendon Hartley überquerte den Eifelaner Grand-Prix-Kurs binnen 1:38,663 Minuten, womit der Werksfahrer nicht nur die bisherige Bestmarke um ungefähr drei Sekunden unterbot, sondern ebenso die letztjährige Polepositionzeit.

Sein Stallgefährte André Lotterer arbeite sich zumindest um 0,966 Sekunden heran, wohingegen sich Toyota bei seinem Heimspiel vorerst hinten einreihte. Das Kölner TMG-Gespann musste sich mit den Rängen drei und vier bescheiden. Anthony Davidson fehlten in seinem raschesten Umlauf 1,110 Sekunden auf den Klassenprimus, Markenkollege Kamui Kobayashi lag letzten Endes sogar 2,993 Sekunden zurück.

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Die Privatmannschaft von ByKolles Racing ordnete sich wiederum im Mittelfeld der LMP2-Liga ein. Das Delta zum Schnellsten der Spitzenklasse: 9,929 Sekunden. In der Wertung der kleinen Prototypen beanspruchte unterdessen TDS Racing den vordersten Platz im Klassement. Ben Hanley beförderte seinen Oreca-Gibson-Prototyp innerhalb von 1:47,188 Minuten über die Kultpiste im Schatten der Nürburg.

Ferrari dominiert GTE-Am-Division

Auch im GTE-Pro-Sektor war Porsche imstande, sich am oberen Ende des Zeitenmonitors zu platzieren. Zuoberst: Frédéric Makowiecki. Nach seiner raschesten Umrundung des Nürburgrings stoppte die Uhr bei 1:56,244 Minuten. Aston-Martin-Rivale Nicki Thiim trennten in der Endabrechnung bloß neunundneunzig Tausendstelsekunden von seinem Vordermann. Dahinter folgte Ferrari-Athlet Alessandro Pier Guidi mit 0,522 Sekunden Rückstand.

In der GTE-Am-Kategorie behauptete Ferrari dahingegen eine Zweifachführung während des zweiten neunzigminütigen Trainingssegments auf dem Rundkurs in der Vulkaneifel. Die interne Reihenfolge in der Amateurriege: Spirit of Race vor Clearwater Racing, Miguel Molina vor Matthew Griffin. Die schnellste Rundenzeit betrug letztlich 1:57,592 Minuten, die Differenz nur 0,210 Sekunden.

Etwa zur Halbzeit musste die Rennleitung den Trainingsbetrieb vorübergehend mit der roten Flagge unterbrechen, ausgelöst durch einen Fotografen. Anschließend verhinderte Nieselregen an manchen Streckenabschnitten vorderhand weitere Verbesserungen, ehe die Sonne wieder zwischen den Wolken hervorschien. Das Abschlusstraining findet am Samstagmorgen um 9.45 Uhr statt, ehe um die zweigliedrige Qualifikation um 14.55 Uhr über die Startreihenfolge beim Sechs-Stunden-Rennen am Ring entscheidet.