VLN-Geschäftsführer Karl Mauer: „Haben keine akute Notsituation“

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Verschmelzen das 24-Stunden-Rennen und die VLN? | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Fusionieren das 24-Stunden-Rennen und die Langstreckenmeisterschaft zu einem einheitlichen Wettbewerb? In der Tat steht dieser Plan im Hintergrund zur Debatte. VLN-Geschäftsführer Karl Mauer erwartet allerdings keinerlei Konkretisierungen in unmittelbarer Zukunft, da „keine akute Notsituation“ herrsche.

Im Frühjahr keimten Gerüchte auf, der ADAC Nordrhein und die Veranstaltergemeinschaft trügen sich mit dem Vorhaben, das 24-Stunden-Rennen und die Langstreckenmeisterschaft auf der Nordschleife zu einem Wettbewerb zu verschmelzen. „Die Gespräche laufen auch noch“, bestätigte VLN-Geschäftsführer Karl Mauer nun gegenüber GT-Eins.de. „Allerdings haben wir jetzt keine Eile, das Thema nun übers Knie zu brechen.“

Diese Planungen begreifen auch die Überlegung ein, das 24-Stunden-Rennen als Finale dieser Serie auszutragen. Dabei sei die Initiative von der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring unter der Federführung Olaf Mantheys ausgegangen, welche seit einigen Monaten als Vertreter verschiedener Rennställe und Fahrer auftritt. Allerdings bezweifelt Mauer, diese Idee bereits im nächsten Jahr zu konkretisieren.

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Im Augenblick befänden sich die Verantwortlichen nicht unter Handlungszwang. „Zum einen haben wir jetzt keine akute Notsituation, das uns die Kunden en masse abspringen – der Serie geht es ja vergleichsweise gut“, betont Mauer. „Zum anderen gibt es noch sehr viele versteckte Details bei den einzelnen Punkten, die zum Teil gar nicht im Blickfeld sind und die wir erst mal in aller Ruhe klären wollen.“

Eine Distanzerhöhung bei einigen Läufen sei dahingegen nicht erwägenswert, weil dies einen enormen finanziellen Mehraufwand für die Teilnehmer bedeuten würde. „Wir haben die Standarddistanz von vier beziehungsweise sechs Stunden, und alles, was darüber hinaus geht, ist auch eine Kostenfrage – nicht nur für den Veranstalter, sondern auch für die Teams“, hebt Mauer hervor.

Zumal ein Gutteil der VLN-Starter die Verminderung der Läufe ohne positiv bewertetet habe. „Aber auch die neun verbleibenden Läufe, die für die meisten Teams schon kostenintensiv genug sind, müssen jetzt nicht das Modell der Wahl sein“, meint Mauer. Es existiere „eine Reihe von Alternativen“, die man umsetzen könne. Beispielsweise könnte eine weiter Reduktion erfolgen, wobei einige Organisatoren einander abwechseln, Veranstaltungen nur alle zwei Jahre ausrichten.