Watkins Glen: Action Express Racing gewinnt spannendes Sechs-Stunden-Rennen

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Action Express Racing feierte in Watkins Glen den ersten Saisonsieg | © IMSA

Action Express Racing durfte den ersten IMSA-Saisonsieg und den sechsten Erfolg in Folge für Cadillac feiern. Doch der amerikanische Autobauer zeigte sich bei Weitem nicht dominant. Sowohl Nissan als auch Oreca und Ligier waren in Watkins Glen schneller als Cadillac. Doch alle Drei leisteten sich Fehler und verspielten den Sieg.

Bereits in der ersten Runde war der Traum von Wayne Taylor Racing, die perfekte IMSA-Sportwagensaison aufrechtzuerhalten, beendet. Der Cadillac DPi-V. R der Gebrüder Taylor erlitt im ersten Umlauf ein Fahrwerks- und Lenkungsschaden. Dieser Defekt kostete den Tabellenführer insgesamt sieben Runden.

In der Anfangsphase drückte Luís Felipe Derani gehörig auf das Gaspedal und konnte seine Poleposition bis zum ersten Reigen der Boxenstopps behalten. Doch hier zeigte sich die große Stärke der Cadillacs. Alle drei Gefährte aus dem GM-Konzern benötigten die kürzeste Standzeit aller Prototypen. Folgerichtig übernahm erstmals Action Express Racing mit Christian Fittipaldi, Felipe Albuquerque und João Barbosa die Führung.

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Dann ging das Favoritensterben weiter. Nachdem Scott Sharp erneut die Führung für Extreme Speed Motorsports übernommen hatte, wurde er von einem Mercedes-AMG GT3 abgeräumt und verlor durch die folgende Reparatur mehrere Runden auf die Spitze. Auch das Schwesterfahrzeug von ESM schlitterte als Führender in Probleme. Anders als Sharp musste Bruno Senna den Nissan-Sportwagen mit der Startnummer 22 abstellen.

Danach entwickelte sich ein Vierkampf um die Spitze zwischen Action Express Racing, JDC-Miller Motorsports und PR1/Mathiasen Motorsports, in dem auch der Mazda-DPi von Jonathan Bomarito, Spencer Pigot und Tristan Nunez mitmischte.

Premierensieg für den BMW M6 GTLM

Am Ende überholte Barbosa Stephen Simpson, der den Oreca 07 von JDC-Miller Motorsports pilotierte, in der vorletzten Runde und gab die Führung nicht mehr her. Hinter den beiden Streithähne kreuzte Pigot als Dritter die Ziellinie – es war das erste Podium für den Mazda-DPi. Nur mit dem vierten Rang musste sich Olivier Pla begnügen, der den Ligier von PR1/Mathiasen Motorsports steuerte. Pla war der flotteste Fahrer des Rennens. Eine Fehlentscheidung bei der letzten Safetycar-Phase kostete der Ligier-Mannschaft ein Podiumsresultat.

BMW dürfte wohl ein großer Stein vom Herzen gefallen sein. Ganze sechzehn Rennen waren die Münchener ohne Sieg in der IMSA-Meisterschaft geblieben – allesamt mit dem M6 GTLM. Den letzten Erfolg feierte man noch mit dem Z4 GTLM auf dem Circuit of The Americans im Jahre 2015. In der Endabrechnung besiegten Alexander Sims und Bill Auberlen die Konkurrenz von Ford, Corvette und Porsche.

Nach dem wuchtigen GT-Renner kam der Ford GT von Richard Westbrook und Ryan Briscoe in Ziel. Komplettiert wurde das Podium von Corvette. Hierfür zeigten sich Antonio García und Jan Magnussen verantwortlich. Gianmaria Bruni verlor bei seinem Debüt für Porsche drei Minuten vor Schluss einen möglichen Podestplatz. Der Italiener zog sich einen schleichenden Plattfuß zu.

In der GTD-Division ging der Sieg an Michal Shank Racing und Acura. Andrew Lally und Kathrin Legge pilotierten den NSX GT3. Zweite wurden die amtierenden Meister der Kategorie, die Scuderia Corsa. Hier teilten sich Christina Nielsen, Alessandro Balzan und Matteo Cressoni den Ferrari 488 GT3. Der Bronzerang wurde von Turner Motorsport eingeheimst. Jens Klingmann und Justin Marks bewegten den BMW M6 GT3 durch den Bundesstaat New York.