Roman Russinow: „Die Strafe ist extrem hart“

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Roman Russinow empfindet die Strafe als zu hart | © Maximilian Graf

Roman Russinow hat für seinen Unfall in Le Mans eine dreiminütige Zeitstrafe erhalten. Diese muss er beim nächsten Lauf der Langstrecken-WM auf dem Nürburgring absitzen. Jedoch fühlt sich der Russe unfair behandelt. Indes erteilte Laurens Vanthoor TDS Racing eine Absage.

Für einen der Favoriten der LMP2-Klasse waren die 24 Stunden von Le Mans bereits nach einer knappen Stunde beendet. Der Grund hierfür war ein missglücktes Überrundungsmanöver von Roman Russinow gegenüber einem der Proton-Porsche. Der Russe beförderte sich und den Neunelfer in die Betonmauer der Porsche-Kurven.

Dadurch verloren Russinow und sein Team TDS Racing nicht nur wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft, sondern der Rennstall muss beim nächsten Wertungslauf auf dem Nürburgring eine dreiminütge Zeitstrafe absitzen. Diese Strafe empfindet der Privatier als „extrem hart“.

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Russinow beteuert, die Kollision nicht mit Vorsatz verursacht zu haben. „Wir haben uns das gesamte Jahr auf Le Mans vorbereitet. Ich wollte definitiv nicht nach einer Stunde das Rennen beenden. Ich finde die Starfe ungerecht, da sie das gesamte Team trifft und es ein normaler Rennunfall war“, betont Russinow gegenüber Autosport.

Laurens Vanthoor sagt dem Rennstall ab

„Warum sollen wir im nächsten Rennen dafür bestraft werden? Wir haben bereits sehr viel für diesen Unfall eingebüßt. Es gab schon immer solche Unfälle in Le Mans. Zum Beispiel der Unfall von Mike Rockenfeller oder der von Allan McNish. Damals gab es auch keine Strafen für die Piloten oder die Teams.“

Ein weiteres Problem für TDS Racing dürfte die Pilotensuche für das Rennen auf deutschem Boden werden. Da Stammpilot Alexander Lynn in der Formel E startet, wollte die Mannschaft eigentlich Laurens Vanthoor für das Rennen auf dem Nürburgring nennen. Der Belgier möchte sich aber lieber auf die zweite Saisonhälfte der IMSA-Meisterschaft vorbereiten. Vorher hatte bereits der Australier John Martin der französischen Truppe abgesagt.