Le Mans: Rebellion Racing verliert nach Disqualifikation den dritten Gesamtrang

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Rebellion Racing wurde nach dem Rennen disqualifiziert | © Maximilian Graf

Der ACO hat am gestrigen Abend die Drittplatzierten von Rebellion Racing disqualifiziert. Dem Schweizer Rennstall werden zwei Vergehen gegen das Reglement vorgeworfen, unter anderem die Modifizierung des homologierten LMP2-Bodyworks von Oreca.

Bei der fünfundachtzigsten Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans hat Rebellion Racing endlich vom Pech der Hersteller profitieren können und platzierte ein Fahrzeug auf dem Gesamtpodium. Über sieben Jahre versuchten die Eidgenossen in der privaten LMP1-Klasse ihr Glück. Das beste Ergebnis in Le Mans war in dieser Zeit ein vierter Platz in der Gesamtwertung. Nun kehrte die Truppe rund um Bart Hayden in die LMP2-Kategorie zurück und promt gelang der Sprung aufs Gesamtsiegertreppchen. Trotz anhaltender Probleme mit dem Anlasser wurden die Schweizer Dritter.

Jedoch währte die Freude nur etwas mehr als vierundzwanzig Stunden. Gestern Abend hat der Automobilklub des Westens ein kurzes Statement veröffentlicht, in dem der Veranstalter Rebellion Racing disqualifiziert hat. Dadurch verliert die Mannschaft nicht nur den dritten Gesamtrang, sondern auch den zweiten Klassenplatz und somit wichtige Punkte für die Weltmeisterschaft.

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Insgesamt wirft der Veranstalter dem Rennstall zwei Vergehen vor. Zum einen haben Mechaniker der LMP2-Mannschaft eine Modifikation am Bodywork vorgenommen. Nach ungefähr vierzehn Stunden Rennzeit versagte der Anlasser am Oreca-07-Gibson. Dadurch mussten die Mechaniker immer wieder das komplette hintere Bodywork nach dem eigentlichen Boxenstopp entfernen, um an den Anlasser zu gelangen und das Auto zu starten.

Um diesen erheblichen Zeitverlust etwas zu minimieren, haben Teile der Crew ein Loch in das hintere Bodywork gebohrt, um direkten Zugriff auf den Anlasser zu haben. Laut dem Veranstalter ist dies ein klarer Eingriff in die Homologation und somit untersagt. Der zweite Verstoß gegen das Reglement fand nach dem Rennen statt, als man „unerlaubt in den Parc fermé eingedrungen” sei.

Demnach rückt die zweite Besatzung von Jackie Chan DC Racing auf den dritten Gesamtrang nach. In diesem Cockpit wechselten sich Alex Brundle, David Cheng und Tristan Gommendy ab. Die dritte Klassenpostion wurde von Sigantech-Alpine geerbt. Nelson Panciatici, Pierre Ragues und André Negrão teilten sich dort die Arbeit hinter dem Volant.