Le Mans: Toyota erzielt Rundenrekord in der zweiten Qualifikation

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Kamui Kobayashi ist der neue Rekordhalter in Le Mans | © Maximilian Graf

Toyota ließ in der zweiten Qualifikation die Muskeln spielen und unterbot den Rundenrekord in Le Mans. Kamui Kobayashi umrundete den Kurs im Nordwesten Frankreichs in 3:14,791 Minuten. Auch in der LMP2-Wertung gibt es eine neue Bestmarke. Diese liegt nun bei 3:25,549 Minuten. Insgesamt musste die Sitzung zweimal unterbrochen werden.

Denkbar schlecht hat die zweite Qualifikation für Toyota begonnen. Bereits in der Outlap blieb der Toyota TS050 Hybrid mit der Startnummer acht auf der Hunaudières-Geraden stehen. Beim Wagen von Sébastien Buemi gab es Probleme mit dem Öldruck. Um kein Risiko einzugehen, wechselten die Mannen von Toyota den Motor am Prototypen.

Nach einer knappen Viertelstunde musste die Sitzung für über dreißig Minuten unterbrochen werden. Erik Mais verlor den LMP2 von Eurasia Motorsport beim Herausbeschleuningen aus der ersten Bremsschikanen und schlug heftig in die Leitschienen ein. Mais wurde aus Vorsorge ins Medical Center gebracht.

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Als die Boxenampel auf Grün geschaltet wurde, ging Kamui Kobayashi als Erster zurück auf den Traditionskurs. Die freie Bahn nutzte der Japaner und benötigte in seiner ersten gezeiteten Runde nur 3:14,791 Minuten – der neue absolute Rundenrekord für den Rundkurs. Diesen hielt Hans-Joachim Stuck und datiert aus dem Jahre 1985. Damals gab es noch keine Bremsschikanen auf der Hunaudières-Geraden.

Porsche folgte auf den Rängen dahinter. Neel Jani war jedoch 2,468 Sekunden langsamer als Kobayashi. Weitere 0,808 Sekunden dahinter nahm Earl Bamber den dritten Rang ein. Auf den Postionen dahinter platzierten sich die restlichen Toyotas. Auf dem siebenten Rang wurde der LMP1 von Colin Kolles gewertet.

Noch vor dem privat eingesetzten LMP1-Prototyp positionierte Witali Petrow den Oreca 07 von Manor. Auch der Russe stellte einen neuen Rekord auf. Die neue Bestmarke für die kleinen Prototypen liegt nun bei 3:25,549 Minuten. In der GTE-Pro-Wertung hievte Darren Turner Aston Martin auf den ersten Platz der Klasse. Der Brite brauchte nur 3:51,860 Minuten für seine flotteste Umrundung.

Zehn Minuten vor dem Ende der Einheit musste diese abgebrochen werden. Es ereigneten zwei unabhängig von einander entstandenen Unfälle. Unter anderem der LMP2 von Panis-Barthez Compétition war in der Tretre Rougue verunfallt.