Langstrecken-WM: BoP bremst Corvette, Spekulationen um Lauf in Kuwait

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Corvette muss den Restriktor nach den Le-Mans-Probefahrten verkleinern | © Corvette Media

Weitere Modifikationen an der Balance of Performance vermindern die Leistung der Chevrolet Corvette C7.R. ACO und FIA haben einen wiederholten Regelverstoß Porsches mit einer Geldstrafe sanktioniert. Unterdessen keimen Spekulationen auf, wonach das WM-Finale künftig in Kuwait stattfinden soll. Ein Nachrichtenspiegel.

Balance of Performance bremst Corvette nach Testtag

Nach dem Le-Mans-Testtag auf dem Circuit de la Sarthe hat das FIA-Langstreckenkomitee die Balance of Performance der GTE-Pro-Kategorie noch einmal justiert. Hinsichtlich der Leistungsanpassungen betreffen die Überarbeitungen allerdings allein die GM-Abteilung. Denn das BoP-Korrektiv schreibt einen 0,2 Millimeter kleineren Luftmengenbegrenzer für die Chevrolet Corvette C7.R fest.

Demgegenüber ändern sich sämtliche Tankvolumina der GTE-Pro-Liga. Die Korrekturen zwecken auf ein Tankzeit von maximal fünfunddreißig Sekunden sowie einer maximalen Stint-Distanz von vierzehn Runden ab. Daher erhalten Aston Martin und Ferrari drei zusätzliche Liter Kraftstoff, Corvette und Ford zumindest zwei Liter. Porsche darf den Tank lediglich um einen Liter vergrößern.

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Auch in der GTE-Am-Riege haben die Regelaufseher nuancierte Modifikationen vorgenommen. Sowohl dem Ferrari 488 GTE als auch dem Aston Martin Vantage GTE – beide Jahrgang 2016 – erkennt die Balance of Performance vier Liter zusätzlichen Treibstoff zu. Ferner genehmigt die BoP-Konfiguration den Roten einen drei Millibar höheren Ladedruck. Weitere Revisionen während der Veranstaltungswoche sind reglementbedingt nicht ausgeschlossen.

ACO und FIA belegen Porsche mit einer Geldstrafe

Das Veranstaltertandem aus ACO und FIA hat Porsche wegen einer wiederholten Regelverletzung eine Geldstrafe von fünftausend Euro auferlegt. Obwohl das Regularium der Langstrecken-WM uneingeschränkte Sicht auf die Garagen der Teilnehmer vorschreibt, beschirmte die Werksmannschaft aus Stuttgart-Zuffenhausen beim Prolog in Monza dennoch ihre Hybridprototypen in der Box.

In Konsequenz dessen sprachen die Regelwächter eine Verwarnung aus. Als Porsche beim Testtag in Le Mans erneut Schirme zum Verstrecken der Sportwagen errichtete, sanktionierten der ACO und die FIA-WEC-Organisatoren den Verstoß mit dem zuvor angedrohten Bußgeld. Gemäß der Recherche von Dailysportscar müsse Porsche bei abermaliger Nichteinhaltung nach der ersten Rennrunde eine Durchfahrtsstrafe abbüßen.