DMSB: Fahrer AG distanziert sich von Lizenzverweigerung Luigi Stancos

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Stanco & Tanner Motorsport musste ohne Luigi Stanco starten | © Ralf Kieven (1VIER.com)

Der DMSB verweigerte dem Piloten Luigi Stanco die erforderliche DPN-A-Lizenz, um am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen. Nun hat die Fahrer AG sich in einer Mitteilung von der Vorgehensweise des Motorsportbundes distanziert. Die Entscheidung sei „nicht nachvollziehbar“.

In einer Presseaussendung missbilligt die Fahrer AG die Vorgehensweise des DMSB, welcher dem Piloten Luigi Stanco die notwendige Permit-A-Lizenz zur Teilnahme am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring nicht zuerkannt hat. Die Verweigerung sei „nicht nachvollziehbar“ kehrt der Zusammenschluss hervor. Um ihren Standpunkt zu erhellen, schildert die Fahrer AG detailliert die Hergänge vor der Veranstaltung.

Obwohl Stanco – nach Angaben der Fahrer AG – die Voraussetzungen zum Erwerb einer DPN-A-Lizenz erfüllt habe, erteilte der DMSB eine Absage. Demgegenüber befürwortete die Pilotenorganisation als beratende Instanz die Ausstellung der Lizenz, woraufhin das Permit-A-Gremium, welches sich aus VLN-Geschäftsführer Karl Mauer, Rennleiter Walter Hornung und Michael Günther vom DMSB zusammensetzt, einmütig die Ablehnung bestätigt hätte.

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In Konsequenz dessen hinterfragte die Fahrer AG wiederholt diesen Entschluss und betonte nochmals, inwieweit Stanco ein „erfahrener Mann im Langstreckensport“ sei, wenngleich der Athlet aus Winterthur während der vergangenen beiden Jahre nicht auf der Nordschleife des Nürburgring startete. Während seiner Laufbahn nahm Stanco unter anderem an Rennen der 24-Stunden-Serie, RCN-Leistungsprüfungen sowie diversen Tourenwagen-Wettbewerben teil.

Mauer und Hornung revidieren ihr Urteil

Nach einer abermaligen Verweigerung habe die Fahrer AG von Neuem auf „weitere Erfolge des Fahrers“ verwiesen, woraufhin Mauer, der sich vorderhand offenbar sogar zu enthalten gedachte, sein Urteil revidiert habe. Auch Hornung habe einer Lizenzvergabe zugestimmt. Allein Günther sei von seiner Position kein Jota abgerückt. Sein Haupteinwand: Stanco hätte vornehmlich Rennen auf dem Hockenheimring bestritten, was für eine Permit A nicht hinreiche.

Anschließend trat sogar der Schweizer ASN als Fürsprecher Stancos auf. „Ab diesem Zeitpunkt ist Herr Günther abgetaucht. Telefonisch nicht erreichbar, verweigert er selbst die weitere Anrufannahme von Olaf Manthey“, berichtet die Fahrer AG in ihrer Darstellung und versuchte daraufhin, auch Hans-Joachim Stuck zu konsultieren, welcher die finale Entscheidung jedoch Günther überantwortet habe.

Weitere Versuche, telefonisch Kontakt aufzunehmen, habe Günther abgeschmettert. Folglich war Stanco außerstande, am 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring am vorletzten Wochenende teilzunehmen. Eine offizielle Stellungnahme hat der DMSB bis dato nicht veröffentlicht. Der Rennstall Stanco & Tanner Motorsport machte die Vorkommnisse umgehend in seinem Facebook-Kanal publik. Und merkte an: „Die Willkür des DMSB muss ein Ende haben.“