N’ring 24: Das Mittelfeld

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Ein Mittelfeldkandidat mit Aufwärtspotenzial | © Ralf Kieven (1VIER.com)

#12 | Manthey-Racing | Porsche 991 GT3 R

Der Manthey-Porsche mit der Startnummer zwölf ist eine Wundertüte. Viele Szenarien sind für dieses Quartett möglich. Mit Mathieu Jaminet und Matteo Cairoli setzt der Rennstall auf zwei extrem begabte Youngster. Jaminet überraschte viele Etablierten bei seinem ersten Einsatz im Porsche 911 GT3 R auf der Nordschleife. Der junge Franzose fuhr den Elfer beim zweiten VLN-Lauf direkt auf die Poleposition.

Nicht minder begabt ist Cairoli, der derzeit in der Langstrecken-WM für Dempsey Proton Racing unterwegs ist. Der italienische Porsche-Junior ist einer der schnellsten Fahrer im Segment der GTE-Am, wo er gegen Größen wie Pedro Lamy, Matthias Lauda oder Miguel Molina kämpft.

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Zu den jungen wilden gesellt sich Robert Renauer. Der gebürtige Dachauer gilt als Elferspezialist. Renauer fährt nun seit vierzehn Jahren mit verschiedenen Gefährten aus Zuffenhausen Rennen. Zuletzt erstritt Renauer in der 24-Stunden-Serie der Creventic-Agentur einen Sieg nach dem anderen. Würden die drei Piloten als Trio antreten, wäre ihnen eventuell einen Platz unter den besten Fünf zutrauen.

Doch das Zünglein an der Waage ist Otto Klohs. Der Sechsundfünfzigjährige ist ein reiner Gentleman-Pilot. Schafft es Klohs den Rückstand auf die Profis zu minimieren, durch minimale Fahrzeit – insgesamt muss Klohs mindestens fünfzehn Rennrunden bestreiten – und beispielsweise vielen Code-60-Phasen während seiner Stints, könnte der rot-weiße Manthey-Porsche am Ende des eintägigen Wettstreits sich in den besten Zehn wiederfinden. (Gereon Radomski)