Langstrecken-WM: Manor plant LMP1-Programm für 2018

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Zur Saison 2018 könnten noch mehr Fahrzeuge von Manor in den Startaufstellungen stehen | © Ralf Kieven

Manor hat seine Pläne für die Zukunft preisgegeben: Demnach plant der Rennstall ein paralleles LMP1- und LMP2-Programm ab der Saison 2018. Als Einsatzfahrzeug in der Spitzenklasse soll der neue Prototyp von Ginetta dienen. Bei den kleinen Sportwagen hält man Oreca die Treue.

Nach dem Rückzug von Rebellion Racing aus der privaten LMP1-Kategorie sah es düster aus um die Subkategorie der Langstrecken-WM. Nur ByKolles Racing hält derzeit an dem Konzept fest. Folglich wird höchstwahrscheinlich die Privatierwertung zur kommenden Saison ausgesetzt, und ByKolles muss sich direkt mit Toyota und Porsche messen.

Doch 2018 könnte die private LMP1-Division eine Renaissance erleben. SMP Racing gedenkt, einen eigenen LMP1-Sportwagen zu fertigen. Darüber hinaus hat Ginetta angekündigt, zehn LMP1-Fahrzeuge zu bauen. Ein erstes Kundenteam scheint gefunden: Manor.

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Das ehemalige Formel-1-Team plant ein zweigleisiges Programm ab dem nächsten Jahr. Neben den Start in der LMP1-Wertung soll der LMP2-Auftritt fortgeführt werden. Dazu erwarb der Rennstall zwei Oreca-07-Exemplare, welche auch in der kommenden Saison in der Langstrecken-WM eingesetzt werden sollen. Jedoch sind die Besatzungen für dieses Programm noch nicht finalisiert.

„Unser Ziel nach dem Einstieg in die LMP2 war der mittelfristige Aufstieg in die LMP1“, erklärt Teammanager Graeme Lowdon gegenüber Sportscar365. Noch offen ist die Frage, ob Manor eine technische Partnerschaft mit Ginetta eingeht oder der Erwerb des Ginetta-LMP1 nur die Zwischenstufe zu einem eigenen LMP1-Gefährt ist.

Weitere Interessenten am LMP1 aus dem Hause Ginetta seien ARC Bratislava und PRT Racing, beide Teams sind aktuelle Kunden aus dem Ginetta-LMP3-Programm.