Langstrecken-WM: FIA beschließt Restriktionen für verfügbare Reifenvarianten

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Das GTE-Feld erhält in der Saison 2017 weniger Reifen © Ralf Kieven

Die Verantwortlichen der Langstrecken-Weltmeisterschaft haben im Vorfeld der Saison 2017 Beschränkungen für die maximale Anzahl an verschiedenen Typen von Reifen in der GTE-Pro beschlossen. Demnach sind ab sofort nur noch drei unterschiedliche Reifenkonfigurationen pro Saison erlaubt. Auch die zur Verfügung stehende Menge an Reifen pro Einheit wurde sowohl bei den GTs als auch bei den LMP1 beschrankt.

Die FIA hat Restriktionen im Reifenreglement beschlossen. Nach der aktuellen Mitteilung wird es den Teams in der GTE-Pro-Kategorie ab der Saison 2017 lediglich erlaubt sein, im Verlaufe der Saison maximal drei unterschiedliche Reifenkonfigurationen einzusetzen. Zwei Typen müssen bereits 15 Tage vor Saisonbeginn in Silverstone gemeldet werden, der dritte spätestens 15 Tage vor dem Saisonhöhepunkt in Le Mans im Juni. Damit versuchen die Verantwortlichen auf die BoP-Problematik der vergangenen Saison zu reagieren.

Wie Sportscar365 berichtet, gelten die beschlossenen Restriktionen allerdings nicht nur für die GTE-Pro-Kategorie, sondern auch für die GTE-Am-Mannschaften. Den Reifenherstellern ist es unterdes gestattet, eine Spezifikation pro Saison anzupassen. Das kann allerdings nur geschehen, wenn die Anfrage zwischen Anfang Juli und Ende August gestellt wird und eine entsprechende Rechtfertigung geliefert werden kann.

Darüber hinaus dürfen die Teams aus der Pro-Kategorie ab kommender Saison lediglich vier Sätze Reifen für Rennen und Qualifying zusammen einsetzen. Auch in der LMP1 wurde diese Regel verschärft. So dürfen die Teams für alle Trainingseinheiten zusammen drei Sätze Reifen verwenden, wo vormals vier erlaubt waren, und im Rennen lediglich vier Sätze reifen für ein sechsstündiges Rennen, wo vormals sechs erlaubt waren. Insgesamt zeigt sich damit also ein gehöriger Einschnitt in die Reifenverfügbarkeit der Teams.

Nachdem im vergangenen Jahr das Team Tequila Patron ESM aus der LMP2-Kategorie binnen einer Saison zwei mal den Reifenhersteller gewechselt hat, wurde auch da ein Riegel vorgeschoben. So ist es den Teams in Zukunft nur noch gestattet, den Hersteller einmal pro laufender Rennsaison zu wechseln. Die beschriebenen Änderungen liegen im März dem Weltmotorsportrat zur Genehmigung vor.