N’ring 24: ADAC Nordrhein führt GT3-Amateurwertung ein

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ADAC Nordrhein plant Unterteilung der GT3-Klasse im Profis und Amateure | © Ralf Kieven

Zur nächsten Saison führt der ADAC Nordrhein eine GT3-Amateurwertung beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring ein. Zudem installieren die Organisatoren eine Klasse für GT3-Sportwagen älterer Generationen. Eine weiteres Ziel: die Verlangsamung der Rundenzeiten auf der Nordschleife.

Der ADAC Nordrhein untergliedert die GT3-Kategorie beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring in Zukunft in eine Profi- und eine Amateurwertung. Die Unterteilung fußt auf den Fahrereinstufungen des FIA-Automobilverbandes. Demnach klassifiziert das Reglement fortan sämtliche Besatzungen, die sich aus mindestens zwei Silber-, Gold oder Platinpiloten rekrutieren, als professionell.

Generell beabsichtigt der ADAC Nordrhein, die Stellung der Privatiers und Herrenfahrer im Teilnehmerfeld des 24-Stunden-Rennens auf dem Eifelaner Traditionskurs zu begünstigen. Daher richtet der Veranstalter darüber hinaus eine zusätzliche Klasse für GT3-Sportwagen älterer Generationen ein. „Sie umfasst im kommenden Jahr alle Fahrzeuge bis einschließlich der Homologationsnummer 036“, erläutert Rennleiter Walter Hornung.

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Überdies gedenken die Organisatoren, Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit zu ergreifen. Intention sei es, die Geschwindigkeit der GT3-Sportwagen zu vermindern. „Die Nürburgring-Nordschleife ist eine Strecke, die einem Piloten alles abverlangt“, meint Hornung. Sowohl die technische Regulierung als auch die Rundenzeiten sollten sich darum nach der Auffassung des ADAC Nordrhein in einem „vernünftigen Rahmen“ bewegen.

Veröffentlichung des überarbeiteten Regelwerks verzögert sich

In dieser Diskussion herrsche Konsens. „Alle Beteiligten sind der übereinstimmenden Meinung, dass ein technisches Wettrüsten in der GT3-Kategorie dem nicht nur entgegenlaufen würde, sondern auch die Fahrzeuge auf die Dauer gesehen zu schnell für die Nordschleife machen könnte“, betont Hornung. „Unser Bestreben ist deshalb, die Rundenzeiten der Topteams durch technische Vorschriften in einem vernünftigen Rahmen zu halten.“

Um dieses Vorhaben umzusetzen, kooperiert der ADAC Nordrhein mit dem Deutschen Motorsportbund. „Die technischen Spezifikationen der GT3-Fahrzeuge für das Jahr 2017 auf der Nordschleife sind derzeit noch nicht finalisiert“, räumt DMSB-Generalsekretär Christian Schacht ein. „Das liegt nicht zuletzt daran, dass wir uns als Dachverband mit allen wichtigen Protagonisten – etwa auch den betroffenen Teams – abstimmen, um eine auf möglichst breiter Basis tragfähige Lösung zu realisieren.“

Somit verzögert sich auch die Veröffentlichung des Regelwerks im Vergleich zu den Vorjahren. Die Publikation erfolge nach der Essener Motorshow. „Wir vermeiden so aber, dass wir wichtige Teile des Reglements im Nachhinein noch einmal anpassen müssen“, gibt Hornung zu Bedenken. „Bis zum 24-Stunden-Rennen ist es noch ein gutes halbes Jahr hin – aber schon jetzt bin ich sicher, dass wir uns auf einen noch spannenderen Wettbewerb einrichten dürfen.“