VLN: Veranstalter führt eigenständige TCR-Klasse ein

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Die VLN installiert eine eigene Klasse für TCR-Tourenwagen | © Ralf Kieven

Zur nächstjährigen Saison richten die VLN-Organisatoren eine eigene Klasse für TCR-Tourenwagen ein. Derzeit wendet sich die Veranstaltergemeinschaft der Konzeption des Reglements zu. Ziel sei es, die Kosten im Vorhinein zu deckeln.

Die Veranstaltergemeinschaft hat mitgeteilt, im nächsten Jahr eine TCR-Wertung innerhalb der VLN-Langstreckenmeisterschaft einzuführen. Die Umsetzung konkretisierte das Organisationsgespann noch nicht. Intention sei es jedoch bei der Konzeption des Regelwerks, die Kosten für den Einsatz auf der Nordschleife des Nürburgrings zu deckeln. Eine geplante Maßnahme: ein Einheitsreifen.

Bislang starteten die Tourenwagen mit Zwei-Liter-Turbomotoren in der SP3T-Wertung, aber die Veranstalter prophezeien der TCR-Kategorie eine „große Zukunft“. „Vom Grundgedanken her gibt es Parallelen zu den Klassen der GT3- und GT4, die ebenfalls nahezu unverändert national wie international eingesetzt werden“, meint VLN-Generalbevollmächtigter Karl Mauer. „Somit können TCR-Fahrzeuge aus der ganzen Welt künftig auch in der Langstreckenmeisterschaft an den Start gehen.“

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Ein Grund für den Erfolg der TCR-Division sei die Möglichkeit, die Tourenwagen mit Frontantrieb weltweit einzusetzen. „So existiert nicht nur ein großes Angebot an Neufahrzeugen für Kundenteams, es werden in Zukunft auch vermehrt gebrauchte Rennautos auf den Markt kommen, und für die ist die VLN-Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ein sehr gutes Einsatzfeld“, erklärt Mauer.

Schon in der Vergangenheit starteten TCR-Tourenwagen verschiedener Marken in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Zuletzt debütierte beim Finale der Audi RS 3 LMS. Ebenso sind der Seat Leon Cup Racer, Opel Astra TCR, Honda Civic Type R TCR sowie der Seat Leon TCR schon mit von der Partie gewesen. „Wir erwarten in den kommenden Jahren mit der TCR eine teilnehmer- und wettbewerbsstarke Klasse in der VLN“, fügt Mauer hinzu.