Mattias Ekström: „Ich kann Audis Entscheidung für den LMP1-Ausstieg nachvollziehen“

531
Für Mattias Ekström ist Audis LMP1-Rückzug logisch | © Ralf Kieven

Für Mattias Ekström seien Audis Ausstieg aus der Langstrecken-WM sowie die Konzentration auf die Formel-E-Meisterschaft logische Schritte. Die Probleme des VW-Konzerns seien bekannt. Der Konstrukteur müsse nun der Zukunft entgegentreten.

Der Ausstieg Audis aus der Langstrecken-WM schlug hohe Wellen. Die Sportwagen-Szene diskutiert daher die Zukunft der LMP1-Klasse. Aber auch jenseits des Le-Mans-Sektors ist der Rückzug der vier Ringe ein Gesprächsthema. Sogar DTM-Ass Mattias Ekström äußerte sich zu dieser Entscheidung, die für den Schweden nicht unerwartet gekommen sei.

„Ich kann Audis Entscheidung für den LMP1-Ausstieg nachvollziehen, auch wenn einige Menschen sehr enttäuscht sind“, räumt Ekström gegenüber Motorsport.com ein. „Ich bin weder verärgert, überrascht oder traurig darüber. Wenn man das große Ganze betrachtet ist der Rückzug der logische Schritt.“

Bei seiner Argumentation ist der amtierende Rallycross-Weltmeister aber nicht ganz uneigennützig. Es sei „richtig“, in Elektroautos zu investieren. „Und für diesen Markt gibt es im Motorsport nur die Formel E“, merkt Ekström an. Zudem bestehe in diesem Kontext die Möglichkeit, diese Technologie auch im Rallycross in Gestalt einer E-Klasse einzuführen.

- Anzeige -

Nach dem VW-Dieselskandal sei dieser Schritt darüber hinaus „logisch“ und nachvollziehbar, da die Probleme des Konzerns bekannt seien. „Deshalb müssen sie in die Zukunft blicken und ihre Investitionen dementsprechend anpassen“, so das Fazit des Schweden.