WEC: Porsche siegt in Shanghai und ist vorzeitig Weltmeister

330
Porsche ist vorzeitig Markenweltmeister | © Porsche

Porsche hat beim vorletzten Saisonrennen der WEC in Shanghai zurück in die Spur gefunden und ist vorzeitig Weltmeister der Markenwertung. Die Toyota-Mannschaft konnte jedoch mit einem Schlussspurt noch verhindern, dass auch der Fahrertitel bereits vergeben wird. In der LMP2- und GTE-Am-Klasse stehen ebenfalls bereits die Champions fest.

Brendon Hartley, Mark Webber und Timo Bernhard haben für Porsche das Halbfinale der Langstrecken-Weltmeisterschaft in Shanghai gewonnen. In einem ereignisarmen Sechs-Stunden-Rennen kristallisierte sich die Porsche-Mannschaft früh als am besten aufgestellte Truppe heraus. Durch die Poleposition und den Sieg bei gleichzeitig schlechtem Abschneiden Audis ist Porsche bereits ein Rennen vor Saisonende Markenweltmeister.

Um zu verhindern, dass dasselbe auch in der Fahrerwertung passiert, hat Toyota konstant Angriffe auf den deutschen Branchenprimus gefahren. Ohne Safety-Car-Phasen, mussten sich die Japaner auf die Performance ihrer Fahrzeuge verlassen und schafften letztendlich, die W-Frage bis zum Finale nach Bahrain zu vertagen.

In einer starken Aufholjagd haben sich beide Mannschaften an den Tabellenführern Marc Lieb, Romain Dumas und Neel Jani vorbeigearbeitet und das Podium komplettiert. Audi hat dagegen in China keinen Fuß auf den Boden bekommen. Im vorletzten LMP1-Rennen der Ingolstädter wurden sie von Reifenschäden und technischen Problemen heimgesucht, sowie leisteten sich eine teaminterne Kollision. Das private Team ByKolles, ebenfalls aus Ingolstadt, überstand das Rennen ohne Makel und gewann die Privatfahrerwertung.

Titelentscheidungen in fast allen Klassen

Hinter dem Ergebnis der LMP2-Klasse steht aktuell noch ein Fragezeichen. Zwar stehen Roman Rusinov, Alex Brundle und Will Stevens (G-Drive Racing) und auch Antonio Giovanazzi, Tom Blomqvist und Sean Gelael (ESM Racing) als Erste und Zweite fest. Dahinter haben sich die Meisterschaftsrivalen RGR Sport und Signatech aber ein handfestes Duell geliefert, welches in einer Kollision Filipe Albuquerques (RGR) mit Ruí Aguas (AF Corse) und Wolf Henzler (KCMG) endete.

Somit schwebt nach Rennende ein Fragezeichen über dem dritten Platz der mexikanischen Ligier-Mannschaft. Gleichzeitig ist Signatech aber bereits uneinholbar in Führung in der Gesamtwertung. Gustavo Menezes, Nicolas Lapierre und Stéphane Richelmi reisen somit bereits als Weltmeister zum Finale. Um dies zu verhindern, hätte RGR gewinnen müssen.

Nachdem der ACO selbst für Wirbel in der GTE-Pro-Klasse durch die Ferrari-Einstufung sorgte, hat Ford das Rennen mit einem Doppelsieg beendet. Harry Tincknell und Andy Priaulx gewinnen ihr zweites Rennen in Folge vor ihren Teamkollegen. Ferrari musste sich dagegen mit den Plätzen drei und fünf begnügen. Mit dieser Konstellation ist die Meisterschaft in der Pro-Wertung noch nicht entschieden.

Anders als in der GTE-Am-Klasse. Beim Sieg des Aston Martin von Mathias Lauda, Paul Dalla Lana und Pedro Lamy, krönten Ruí Aguas, Francois Perrodo und Emmanuel Collard die Saison mit dem Meistertitel. Das Trio erreichte das Ziel als Dritte nach der Kollision mit dem RGR-Ligier. Die zweite Position erbten Wolf Henzler, Joel Camathias und Christian Ried.