VLN: Farnbacher Racing gewinnt mit dem Lexus RC F GT

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Farnbacher Racing schaffte mit der neuen Ausbaustufe ihres Japan-Boliden den ersten Sieg | © Ralf Kieven

Farnbacher Racing hat das vorletzte VLN-Rennen der Saison mit dem Lexus RC F GT Prototype gewonnen. Damit holten Dominik und Mario Farnbacher den ersten Sieg eines japanischen Fabrikats. Bei schwierigen Bedingungen vervollständigten Alexander Sims und Stef Dusseldorp im Rowe-BMW sowie Christopher Mies und Connor De Phillippi im Land-Audi das Podium.

Der vorletzte Wertungslauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft 2016 hat einen Überraschungssieger gesehen: Mario und Dominik Farnbacher konnten am Ende der vierstündigen Distanz einen souveränen ersten Gesamtsieg für den Lexus RC F GT Prototype einfahren und sicherten sich damit den ersten Triumph für ein japanisches Fabrikat. Mit einer fehlerlosen Leistung setzte sich das Duo gegen Rowe Racing mit Alexander Sims und Stef Dusseldorp sowie Christopher Mies und Connor de Phillippi von Land Motorsport durch.

Beim Start des DMV-250-Meilen-Rennens ging Land Motorsport in Führung, nachdem die Pole-Setter von Frikadelli Racing beim Start sogleich in die Box abbogen, um sich Trockenreifen zu montieren. Die Entscheidung kam jedoch offenbar etwas zu früh, nachdem der Porsche-Neunelfer danach mehrfach von der Strecke abkam und etwas zu viel Zeit verlor. Im Anschluss kämpften Haribo Racing und Land Motorsport eng um die Führung.

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Unmittelbar nachdem Uwe Alzen die Führung übernommen hatte, geschah dem Betzdorfer jedoch ein Missgeschick. Alzen fuhr einem anderen Fahrzeug, was den Wasserkühler beschädigte. Nach einer langsamen Fahrt an die Box zurück war das Rennen für die Bärentruppe beendet. Nach gut einer Rennstunde führte dann erstmalig die spätere Siegermannschaft von Farnbacher Racing.

Regentropfen in den Schlussminuten

Im weiteren Rennverlauf veränderten sich die Wetterbedingungen immer wieder, sodass die Kontrahenten oftmals über Regenreifen nachdachten, es aber meist schnell genug wieder trocken wurde um auf Slicks zu bleiben. Gegen Rennende begann dann das Rätselraten. Während die Verfolger von Land Motorsport und Rowe Racing die Box zum finalen Stopp aufsuchten, blieb der Lexus auf der Strecke. Mit einem lupenreinen Neun-Runden-Stint überquerte der Sieger dann die Ziellinie.

Spannend wurde es zum Schluss auch noch beim Kampf um Platz vier. Das Audi-Duo Frank Stippler und Anders Fjordbach kam im Paarflug mit dem Walkenhorst-M6 die Döttinger Höhe entlang. Letztendlich entschied der Audi das Beschleunigungsduell zur Ziellinie gegen den BMW für sich und sicherte Rang vier vor Jesse Krohn, Victor Bouveng und Christian Krognes.

Jens Klingmann und Nico Menzel, Sohn von Nürburgring-Experte Christian Menzel, überquerten am Ende der Distanz an sechster Stelle die Ziellinie im Schnitzer-BMW, unmittelbar vor Patrick Huisman und Norbert Siedler im Frikadelli-Porsche, der beim Halbfinale nicht von Teamchef Klaus Abbelen und Sabine Schmitz pilotiert wurde. Die Frikadelli-Mannschaft ließ allerdings mit der schnellsten Rennrunde von 7:59,858 Minuten aufhorchen.

An achter Stelle klassifizierten sich Alexandre Imperatori und Philipp Eng für Falken Motorsports, die an diesem Wochenende den BMW M6 GT3 testeten. Die ersten zehn vervollständigten die beiden SP7-Mannschaften Black Falcon mit Alexander Toril Boquoi und Tim Scheerbarth sowie „G. Tonic“ und Felipe Fernández Laser im Cup-Porsche von Manthey-Racing. Die Saison befindet sich damit auf der Zielgerade. Lediglich der letzte Lauf in zwei Wochen, der DMV-Münsterlandpokal, bleibt somit noch für die Teilnehmer zu absolvieren.