Barcelona: SRO vergibt beim Finale dreizehn Titel

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HTP-Motorsport reist mit hohen Erwartungen nach Barcelona | © Maximilian Graf

Am kommenden Wochenende wird der Circuit de Catalunya in Barcelona zum Schauplatz des Finales der SRO-GT-Serie. Es werden nicht nur die Titel in der Sprintserie vergeben, sondern auch in der kombinierten Wertung, welche die offizielle Bezeichnung Blancpain GT Series trägt.

Am ersten Oktoberwochenende bekommt die SRO-Guppe um Organisator Stéphane Ratel besonders viel zu tun. Denn auf der Siegerehrung am Sonntag müssen neben den Tagessiegern in Montmeló insgesamt dreizehn weitere Ovationen abgehalten werden.

Grund hierfür ist der Abschluss der Blancpain-Saison auf dem Circuit Barcelona-Catalunya und die damit verbundene Titelvergabe. Derweil teilen sich die Titel wie folgt auf: insgesamt sieben Wertungen werden in der Spintvariante ausgetragen. Die restlichen sechs im kombinierten Championat.

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In der Mehrzahl der Subkategorien ist noch keine Entscheidung gefallen, sodass voraussichtlich viele Titelkämpfe ehrlich auf der Strecke entschieden werden. Um in der komplizierten und unübersichtlichen Konstellation einen Überblick zu bekommen, fasst SportCar-Info die Ausgangslage ansehnlich zusammen.

Pro-Teams (Gesamtwertung): Dreikampf um den Gesamtsieg

Eigentlich ist der Kampf der professionellen Teams um den Sieg in der Gesamtwertung aus Sprint und Langstrecke ein Duell. Zu groß dürfte der Rückstand von den McLaren-Mannen von Garage 59 sein. Die Engländer reisen mit einem Rückstand von dreißig Punkten nach Katalonien.

Bei vierunddreißig offenen Punkten tendiert die Wahrscheinlichkeit allerdings gegen null, in den Meisterschaftskampf einzuschreiten. Garage 59 muss auf die Schützenhilfe anderer bauen. Deutlich besser positioniert ist das W Racing Team. Die belgischen Audianer besitzen dennoch einen Respektabstand von vierzehn Punkten auf die Führenden der AMG-Delegation von HTP Motorsport.

Pro-Fahrer (Gesamtwertung): Fünf Fahrer greifen nach der Krone

Sichtlich enger ist der Kampf bei den Fahrern. Insgesamt fünf Piloten können neue Meister der Blancpain GT Series werden. Rein rechnerisch könnten auch Christopher Mies und Laurens Vanthoor noch den Titel holen. Doch Mies will stattdessen beim Finale des ADAC GT Masters in Hockenheim nach dem Gesamtsieg greifen. Ergo fällt Mies aus der Entscheidung raus. Somit bleibt Audis letzte Hoffnung Vanthoor, dem neunundzwanzig Punkte fehlen.

Am wahrscheinlichsten ist allerdings, dass Robert Bell mit dem AMG-Duo Dominik Baumann und Maximilian Buhk die Entscheidung in Barcelona ausficht. Der McLaren-Werkspilot weist lediglich fünf Zähler weniger auf, als die deutsch-österreichische Fahrerbesetzung von HTP Motorsport.

Am-Teams und Am-Fahrer (Gesamtwertung): Titelkampf in Ferrari-Hand

Bei den Herrenfahrermannschaften sind zwei Teams mit Siegchancen verblieben. Diese sind Rinaldi Racing und AF Corse. Dabei lastet auf der Equipe von Michele Rinaldi ein Rückstand von zehn Punkten auf die Seriensieger von AF Corse.

Dagegen ist die Entscheidung bei den Herrenfahrern gefallen. Claudio Sdanewitsch ist der neue Champion in der Gentleman-Kategorie. Sein ärgster Verfolger würde der Belgier Stéphane Lemeret sein. Doch da die beiden sich ein Auto teilen, kann Sdanewitsch nicht mehr eingeholt werden.

Pro-Am-Teams und Pro-Am-Fahrer (Gesamtwertung): Kessel Racing dominiert

In der Zwitter-Klasse, der Pro-Am, ist bereits lange die Luft raus. Kessel Racing steht bereits seit dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps als Sieger der zweitschnellsten Klasse fest. Die Eidgenossen, die auf Ferrari-Power setzen, tragen ein Punktepolster von achtzig Zählern mit sich herum. Michal Broniszewski zeigt sich gleichermaßen dominant. Der zweiundvierzigjährige Pole steht ebenfalls seit dem Saisonhöhepunkt im Hohen Venn als Sieger fest.