Splash & Dash: Halbfinals in der RCN und der World Challenge

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Johnny O’Connell brillierte auf dem Sonoma Raceway | © Pirelli World Challenge

Nach und nach gehen die Meisterschaften in die entscheidende Phase. Sowohl die RCN als auch die World Challenge trugen ihre Halbfinals aus. Wer konnte sich einen (vor)entscheidenden Vorteil verschaffen, und wer muss sich aus dem Titelrennen verabschieden? Die Ereignisse zusammengefasst im Splash & Dash.

RCN: Sieg für Gerhard, Dreikampf um die Krone

Christian Gerhard hat sich mit einem Gesamtsieg zurückgemeldet. Dem Viersener gelang beim RCN-Halbfinale der fünfte Saisonerfolg mit seinem Porsche 991 GT3 Cup. Nach dem Malheur während des sechsten Laufes, als er in der letzten Runde ausrollte, fuhr der Porsche-Pilot diesmal einen ungefährdeten Sieg nach Hause.

Als Zweiter überquerte Markus Löhnert in seinem Audi TT RS die Ziellinie. Gesamtdritter wurde Winfried Assman ebenfalls mit einem Porsche 911 GT3 Cup. Dagegen ist der Titelkampf weiter offen. Drei verschiedene Mannschaften kämpfen um die Meisterschaft.

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Derzeit führt Stefan Göttling mit seinem Honda Civic Type-R das Championat an. Nach der letzten Veranstaltung kommen die Streichresultate zum Tragen. Unter Berücksichtigung dieser, führt nicht mehr Göttling, sondern liegt Alex Fielenbach (Toyota GT86) knapp besser da. Auch das BMW-Duo Christopher Rink und Niklas Steinhaus würde so vor dem Honda-Fahrer liegen.

Doch Fielenbach und das BMW-Gespann stehen vor dem Finale unter Druck. Beide Truppen haben bereits ein Streichresultat verzeichnet, Göttling dagegen nicht. Im Endeffekt darf sich keiner Fehler erlauben, da der Punkteabstand sehr knapp ist. Das Finale wird am 1. Oktober ausgetragen.

World Challenge: Doppelsieg für Cadillac

Johnny O’Connell wahrt in der World Challenge seine minimale Chance, den Meistertitel der vergangenen Saison zu verteidigen. Der Veteran gewann dabei die Läufe achtzehn und neunzehn in Sonoma. Am Samstag überrumpelte der vierundfünfzigjährige Cadillac-Fahrer dabei den McLaren-Youngster Austin Cindric mit einem Überholmanöver in der letzten Runde.

Für den erst Achtzehnjährigen hätte dies der erste große Erfolg im GT-Sport sein können. Auch nur mit einer Sekunde geschlagen wurde O’Connells Cadillac-Teamkollege Michael Cooper. Porsche-Ass Patrick Long kam als Punkteführender nicht über den achten Platz hinaus.

Aber auch am Sonntag war gegen den erfahrenen Cadillac-Chauffeur kein Kraut gewachsen. Von der dritten Position ging der Haudegen ins Rennen und übernahm bereits anfangs der weiten Runde die Führung. Den Platz an der Sonne verteidigte er eindrucksvoll und baute einen Vorsprung von über elf Sekunde auf.

Für Álvaro Parente hieß es dahingegen, Schadensbegrenzung zu betreiben. Am Ende fand der McLaren-Pilot sich auf dem zweiten Platz wieder. Auch aufs Podium schaffte es erneut Cindric. Long gelang derweil ein respektabler vierter Platz. Der Kalifornier war von Platz vierzehn ins Rennen gegangen.

So haben noch insgesamt vier Fahrer die Chance sich die Krone zu sichern. An der Spitze findet sich Parente wieder. Zweiter ist Long mit neun Punkten Rückstand. Dahinter liegen O’Connell und Cooper gleich auf. Ihr Rückstand beträgt jeweils einhundertdrei Punkte. Da es für einen Sieg einhudnertzehn Punkte gibt, sind Coopers und O’Connells Perspektiven jedoch nur von mathematischer Natur. Das Finale wir am 9. Oktober in Laguna Seca ausgetragen.