Nürburgring: Vergabe sechser Titel beim Langstreckenfinale

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Sechs Titelanwärter verbleiben in der Teamwertung | © Ralf Kieven

An diesem Wochenende gastiert die SRO-GT-Langstreckenserie vorerst zum letzten Mal auf dem Nürburgring. Der Veranstalter vergibt insgesamt sechs Titel in den drei Wertungen Pro, Pro-Am und Am. SportsCar-Info beleuchtet die Konstellationen vor dem finalen Gefecht.

Geradezu inflatorisch vergibt die SRO-Gruppe Titel für ihre internationale GT-Meisterschaften. Aufgrund der Untergliederung in einen Sprint- und einen Langstreckenwettbewerb ergibt sich ohnehin eine Trennung in zwei Tabellen, welche wiederum in die Divisionen Profis, Pro-Am sowie Amateure untergliedert sind. Überdies existiert eine kombinierte Wertung aller Rennen für diejenigen Mannschaften, die an beiden Serien teilnehmen.

Beim Finale der SRO-GT-Langstreckenserie, das an diesem Wochenende letztmals auf dem Grand-Prix-Kurs des Nürburgrings stattfindet, vergeben die Organisatoren somit insgesamt sechs Titel. Eine Vorentscheidung ist bis dato in noch keiner Klassen gefallen. SportsCar-Info gewährt eine Überschau der Konstellationen in den Fahrer- und Teamwertungen der drei Divisionen Pro, Pro-Am und Am.

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Pro-Teams: Fünfkampf um den Endurance-Thron

Nein, keiner der Prestigehersteller aus dem Süden Deutschlands gilt als Hauptanwärter für den Gewinn der Schale in der Teamwertung. Weder Audi noch Mercedes-AMG, sondern McLaren und Bentley haben sich zum Finale in die günstigste Position für den Titelkampf manövriert. Zuoberst: die Garage 59 mit einundsiebzig Punkten. Der Vorsprung auf die Konkurrenten von M-Sport: lediglich sechs Zähler.

Eine konstante Leistung während der bisherigen Läufe verhalf den beiden Konstrukteuren aus dem Vereinigten Königreich zu einem kontinuierlichen Punktegewinn. Gleichwohl befinden sich die Sternenkrieger in Schlagdistanz. HTP Motorsport begann die Saison bärenstark, büßte aber bei den 24 Stunden von Spa-Francorchamps wichtige Zähler im Meisterschaftsrennen ein. Derzeitiger Kontostand: achtundfünfzig Punkte.

Dahingegen sammelten die BMW-Werksmannschaft von Rowe Racing den Löwenanteil seiner Punkte bei der Traditionsveranstaltung im Hohen Venn. Zuvor kam das Mineralölwerk nicht über einen vierten Platz in Silverstone hinaus. Addiert man die Resultate ergibt sich eine Summe von sechsundfünfzig Punkten. Als Außenseiter tritt das W Racing Team an. Die Audi-Equipe verzeichnet einen Rückstand von achtzehn Zähler. Die Chancen sind also eher rechnerisch.