VLN-Kolumne: Ein kleines Sommerloch

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Moritz Kranz blickt auf die VLN-Läufe fünf, sechs und sieben | © Ralf Kieven

Moritz Kranz meldet sich nach einer Schreibpause während der Sommermonate zurück. In seiner SportsCar-Info-Kolumne berichtet der Porsche-Pilot über die VLN-Läufe fünf, sechs und sieben – und seinen Aktivitäten in Übersee.

Hallo liebe SportsCar-Info-Leser,

nach einer etwas längeren Pause melde ich mich auch mal wieder zu Wort. Ein extrem voller Terminplan hat es sehr schwierig gemacht, die letzten Rennen zusammenzufassen – jetzt hat es aber endlich geklappt. Ich befinde mich nämlich in diesem Moment über dem Atlantik auf dem Weg nach Laguna Seca. Zusammen mit Mazda Deutschland und Auto Bild werde ich im MX-5 Global Cup Finale vom 09. bis zum 11. September starten.

Aber zurück zur VLN: Lauf fünf war ein sehr hartes Rennen – nach zweiwöchiger Erkältung und einem Drei-Stunden-Stint bin ich in der letzten Kurve noch auf P2 zurückgefallen. In diesem Moment fallen einem viele und sehr böse Schimpfwörter ein. Auf alten Reifen konnte ich den späteren Sieger zwar zwei Runden hinter mir halten, aber keinen entscheidenden Vorsprung herausfahren, sodass der finale Angriff auf der Döttinger Höhe erfolgen konnte. Zu zweit dann nebeneinander mit über zweihundertsechzig durch die Tiergarten-Senke hoch zum Grand-Prix-Kurs. Das war richtig guter Motorsport, knallhart aber fair und mit Respekt. Leider mit dem falschen Ausgang für mich …

„That’s racing“

Zuvor konnte ich nach dem ersten Stint einen Rückstand von zehn Sekunden auf einen Vorsprung von knapp vierzig Sekunden umwandeln. Leider haben wieder Code-60- und Code-120-Phasen diesen Vorsprung auf zunichte gemacht, sodass der finale Angriff des RTR-Porsche mit frischen Reifen dann auch von Erfolg gekrönt worden ist … nicht schön, aber: „That’s racing.“

VLN 6 ist relativ schnell erzählt: Auf P8 nach einem etwas unglücklichen Startstint den GetSpeed GT4 des StilGut-Teams übernommen, in drei Runden auf P2 vorgefahren und dann mit einem Reifenschaden wieder auf P8 zurückgefallen – was auch letztendlich unser Endergebnis war.

In der Qualifikation hatte ich einen richtig fiesen Close Call: In der Links am Schwedenkreuz kam durch die Bodenwelle bei zirka zweihundertdreißig Kilometer pro Stunde Unruhe ins Fahrwerk und beim anschließenden Abflug konnte ich das Fahrzeug irgendwie von allen Leitplanken fernhalten. Das will man nicht nochmal erleben.