ADAC GT Masters: Christian Schütz problematisiert Kostensteigerung

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Hinsichtlich der partiellen Werksunterstützung im ADAC GT Masters nimmt Schütz eine zwiespältige Haltung ein. Prinzipiell sei eine Subventionierung der Konstrukteure sinnvoll, sofern damit eine Entwicklung angeregt werde. Fortwährende Alimentierung sei hingegen nicht nachhaltig, verzerre stattdessen den Wettbewerb, dessen wichtigsten Säule das Engagement privater Mannschaften ist.

Daher sei es angezeigt, die Kosten im ADAC GT Masters einzuhegen. „Wir nähern uns der 500.000-Euro-Schallmauer“, meint Schütz in puncto Finanzplanung einer Saison. Der Leiter des Porsche-Rennstalls unterbreitet daher Vorschläge, wie der ADAC der gegenwärtigen Entwicklung Einhalt gebieten könnte. Seine Befürchtung: Falls der Automobilklub keinerlei Maßnahmen ergreift, könnten die Teilnehmerzahlen schon im nächsten Jahr rückläufig seien.

Vorschläge zur Kosteneindämmung

  • Um die Einsatzkosten zu verringern, wäre es vorstellbar, die Anzahl der Reifensätze von drei auf zwei Pakete pro Rennwochenende zu limitieren.
  • Weil ein Testverbot einfach zu umgehen sei, wäre es ergiebiger, an Rennwochenenden einen Donnerstagstests einzuführen, um sich die Ausgaben zu teilen. Dies schaffe Transparenz und erspare aussichtslose Überwachungsmaßnahmen.
  • Relativ simpel: die Verminderung der Nenngelder.
  • Die Angleichung des Punktesystems in der Juniorenwertung an dasjenige der Herrenfahrerwertung.
  • Um eine rabiate Gangart zu verhindern, sollten die Sportkommissare unsportliche Kollisionen mit drastischeren Strafen sanktionieren.
  • Ferner sei es ertragreich, die Zusammenarbeit mit Breitensportserien wie der Spezial-Tourenwagen-Trophy zu intensivieren, damit die Teilnehmer des ADAC GT Masters ihre Sportwagen an Bezahlfahrer vermieten können. Denn der Transport zusätzlicher Fahrzeuge wirke sich nur geringfügig aus.