Das GT3-Programm von Lexus tritt derzeit auf der Stelle. Nachdem das Auto die GT3-Homologation im vergangenen Jahr nicht angetreten hat, zog die Unternehmensleitung nun die Reißleine und tauschte das Entwicklungsteam aus. Darüber hinaus erhält der RC-F GT3 in Kürze einen neuen Motor für weitere Tests.
Der ursprüngliche Plan der Toyota-Tochter Lexus sah vor, den RC-F GT3 bereits für dieses Jahr in den Wettkampf in diversen GT3-Meisterschaften zu schicken. Allerdings verpasste es die Mannschaft, im vergangenen Jahr den Wagen zur Homologation anzumelden. Bislang stehen somit nur einige Testeinsetze durch Farnbacher Racing und Emil Frey Racing im Rahmen der VLN in der SPX-Klasse sowie durch LM Corsa in der japanischen Super GT auf der Habenseite.
Neben den Konstruktionsschwierigkeiten – der Wagen entspricht bislang nicht den GT3-Standards – hat Lexus auch auf personeller Seite Schwierigkeiten vermeldet. Das Entwicklungsteam wurde zu Gunsten einer erfahreneren Mannschaft ausgetauscht, bei Lexus hatte man schlicht die Anforderungen an ein GT3-Projekt unterschätzt.
Im Rahmen der Restrukturierungen, hat Lexus nun auch dem einheimischen Team LM Corsa deutlich mehr Unterstützung zugesagt. Das Team kämpft mit der Technik und ist somit nur mit stumpfen Waffen in der GT300-Klasse des Championats unterwegs. Für F Performance Racing, das US-Einsatzteam, hingegen heißt es weiter Warten. Die Mannschaft um Paul Gentilozzi und Scott Pruett wollte bereits in Detroit in der IMSA-Serie an den Start gehen, musste dies aber kurzfristig absagen.
Des Weiteren in nach wie vor die Auswahl des Motors nicht final. Die Fahrzeuge von Farnbacher und Frey werden in Kürze einen Entwicklungsmotor für weitere Testfahrten erhalten. Mit diesem solle dann die Abnahme für die Balance of Performance erfolgen, allerdings sei dies noch nicht die endgültige Motorenspezifikation, vermeldet Dailysportscar. Ziel sei es, im September 2016 die Freigabe für die Saison 2017 zu erhalten.


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