N’ring 24: Mercedes-AMG erstreitet Vierfachtriumph

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Black Falcon war beim AMG-Vierfacherfolg obenauf | © Ralf Kieven

Dank einer dominanten Darbietung hat Mercedes-AMG einen Vierfacherfolg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring erstritten. Im Endspurt entschied Maro Engel die Kraftprobe zugunsten von Black Falcon. Indes war BMW und Porsche das Glück nicht hold, Titelverteidiger Audi strauchelte.

Mercedes-AMG hat einen überlegenen Triumph beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring davongetragen. Dank einer dominanten Darbietung reklamierte die Werksdelegation aus Affalterbach letzten Endes die Plätze eins bis einschließlich vier für sich. Die Siegertrophäe bei der Machtprobe in der Vulkaneifel erfochten Bernd Schneider, Maro Engel, Adam Christodoulou und Manuel Metzger für Black Falcon.

Die Markenkollegen von HTP Motorsport mussten hingegen mit der Silbermedaille vorliebnehmen. Die interne Entscheidung im Krieg der Sterne fiel allerdings erst in der Schlussphase. Christian Vietoris, Marco Seefried, Christian Hohenadel und Renger van der Zande wähnten sich bereits als Sieger des Wettstreits am Fuße der Nürburg, als das Quartett nochmals einen Splash-and-Dash-Stopp einlegen musste.

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Obwohl Hohenadel seinen Führungsrang vorderhand zu verteidigen vermochte, pirschte sich Widersacher Engel, welcher bereits die Poleposition für die schwarzen Falken erstritten hatte, peu à peu an seinen Vordermann heran. Dieser ging umgehend daran, seinen innerbetrieblichen Konkurrenten unter Druck zu setzen. Mit Erfolg. Im letzten Umlauf erstürmte Engel auf dem Grand-Prix-Kurs schließlich die Spitzenposition.

Haribo Racing vertändelt Gesamtsiegchancen

Allerdings touchierten sich die beiden Silberpfeile beim rennentscheidenden Manöver. Deshalb haben die Sportkommissare den Entschluss gefasst, das Intermezzo zu untersuchen. Das Podium vervollständigten Uwe Alzen, Lance David Arnold, Maximilian Götz und Seyffarth von Haribo Racing. Zuvor agierten die Goldbären meistenteils federführend, ehe Routinier Alzen ein folgenschwerer Lapsus unterlief.

Der Sportwagen-Hasardeur wählte in einem Code-60-Abschnitt ausgangs der Mercedes-Arena eine zu forsche Herangehensweise, überholte bereits, bevor die Sportwarte grüne Flaggen schwenkten. Die Regelwächter ahndeten diesen Verstoß mit einer anderthalbminütigen Stop-and-Go-Strafe. Alzen protestierte zwar gegen diese drakonische Maßnahme, jedoch vergebens. Damit vertändelte die Mannschaft ihre intakten Siegchancen.

Das zweite Ensemble von Black Falcon veredelte indes die AMG-Bilanz an diesem Wochenende. Hubert Haupt, Yelmer Buurman, Maro Engel und Dirk Müller belegten den vierten Rang im Gesamtklassement. Zudem gelang auch den Mitstreitern des Teams Zakspeed der Vorstoß unter die besten Zehn. Kenneth Heyer, Daniel Keilwitz, Luca Ludwig und Sebastian Asch sicherten sich Position sechs in der Endabrechnung.

Schon nach der Rotunterbrechung, ausgelöst durch ein Unwetter nebst Hagelschauer, schwante manchem Beobachter, Mercedes-AMG war ohne jeden Zweifel im Begriff, einen Durchmarsch zu vollstrecken. Einzig BMW und Porsche leisteten Widerstand gegen die Invasion der Sternenkrieger. Jedoch waren weder die Bayrischen Motorenwerke, noch die Abordnung aus Stuttgart-Zuffenhausen mit Fortuna im Bunde.