Nissan: Große Überraschung oder fehlende Zuverlässigkeit?

Bisher fehlte Nissan die Konstanz l © Ralf Kieven

Für das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring schickt Nissan zwei Boliden auf die Traditionspiste in die Eifel. Neben einem Mercedes-Benz AMG GT3 startet das Team Zakspeed erstmals mit dem GT-Schwergewicht des Nippon-Herstellers. Auch das Academy Team RJN ist mit einem Boliden vertreten. Die Chancen auf eine vordere Platzierung hingegen sind eher klein.

Auch in diesem Jahr engagiert sich Nissan beim traditionsreichen 24-Stunden-Marathon auf der Nürburgring-Nordschleife. Neuerlich greifen gleich zwei Rennställe auf die Dienste des Nissan GT-R Nismo GT3 zurück. Allerdings setzen das Team Zakspeed und das Academy Team RJN jeweils nur ein Fahrzeug ein. Bei den Schaulustigen entlang der Nordschleife ist „Godzilla“ allerdings immer gerne gesehen und ein Hingucker.

Marc Gassner, Florion Strauß, Tom Coronel und Hendrik Still pilotieren das GT3-Schwergewicht für Zakspeed. Bei den bisherigen beiden Auftritten in der VLN-Langstreckenmeisterschaft war das Traditionsteam allerdings vom Pech verfolgt. Im zweiten VLN-Rennen schied die Mannschaft durch einen technischen Defekt aus.

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Zumindest etwas besser verlief die Fahrt in der letzten Bewährungsprobe vor dem 24-Stunden-Rennen. Nach Problemen in der Startphase stelle das Trio Gassner, Strauß und Coronel den GT-R immerhin auf Rang 17 in der SP9-Kategorie ab. Dennoch konnte das Team Zakspeed wertvolle Erkenntnisse und Kilometer sammeln.

„Ich bin für das 24-Stunden-Rennen bereit. Das Auto ist solide, stark und man kann konstante Rundenzeiten fahren“ betonte WTCC-Pilot Coronel nach seinem Auftritten beim dritten VLN-Lauf. Laut dem ehemaligen Academy-Gewinner Strauß ist der Nissan-Rennstall „mit der Pace vom Auto zufrieden und guter Dinge für das 24-Stunden-Rennen.“

Michael Krumm, Lucas Ordóñez, Kazuki Hishino und Alex Buncombe greifen ins Steuer des Schwesternfahrzeuges von RJN Motorsport. Das Quartett startete in der bisherigen Saison lediglich beim Qualifikationsrennen auf der Nürburgring-Norschleife und weißt bei weitem nicht die Erfahrung auf dem Eifelkurs auf wie manch anderer Protagonist.

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Die fehlende Erfahrung spielt dem Nippon Hersteller keineswegs in die Karten, sodass Nissan um den Gesamtsieg vermutlich nicht mitreden kann. Auch die Zuverlässigkeit verhinderte für Zakspeed bisher bessere Platzierungen. Im Idealfall sollte einer der beiden Abordnungen imstande sein, eine Platzierung unter den besten Zehn zu erreichen.


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