Bentley: Mit C. Abt Racing zum großen Wurf?

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Nach dem Unfallpech im vergangenen Jahr will Bentley in diesem Jahr um den Gesamtsieg kämpfen | © Ralf Kieven

Nach dem Werkseinsatz im vergangenen Jahr startet bei der diesjährigen Ausgabe des 24-Stunden-Rennens nur C. Abt Racing mit Bentley in den Kampf um den Gesamtsieg. Gelingt es dem Einsatzteam den anderen Herstellern in der Eifel die Rücklichter zu zeigen und am Ende der Marathondistanz ganz oben auf dem Treppchen zu stehen?

Nachdem im vergangenen Jahr noch Bentley durch seinen Werkseinsatz und mit HTP Motorsport in der Eifel vertreten war, tritt in diesem Jahr lediglich die Mannschaft von Christian Abt beim Saisonhighlight der Nürburgring Nordschleife mit Sportwagen der Marke Bentley an. Beim 24-Stunden-Rennen am kommenden Wochenende setzt C. Abt Racing zwei Exemplare des Bentley Continental GT3 bei der Hatz zweimal rund um die Uhr in den Eifelwäldern ein und geht mit nichts geringerem als Ambitionen, ganz vorne mitzumischen, an den Start.

Während Christopher Brück, Steven Kane und Christer Jöns das Fahrzeug mit der Startnummer 37 pilotieren, wechseln sich Christian Menzel, Guy Smith, Marco Holzer und Fabian Hamprecht am Volant des Schwesterfahrzeugs mit der Startnummer 38 ab. Ob der Bentley am Ende des Tages bis auf das letzte Quentchen die Performance der Konkurrenz mitgehen kann, wird sich nach den Anpassungen in der Balance of Performance vor einigen Tagen zeigen.

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„Wir haben unser Programm abgearbeitet und alle vier Fahrer sind auf der Nordschleife mit dem Bentley sehr gut zurecht gekommen“, so Teamchef Christian Abt nach dem dritten Wertungslauf der VLN und fährt fort. „Auch technisch gab es keinerlei Probleme. Wir sind also bestmöglich vorbereitet auf das 24h-Rennen in zwei Wochen. Leicht wird es sicherlich nicht, wenn man sich anschaut welches Tempo die Gegner heute vorgelegt haben, aber wir haben auch ein starkes Paket mit zwei gut besetzten Continental GT3 und freuen uns auf die Herausforderung.“

Auch Fahrer Christopher Brück stimmt seinem Teamchef bei: „Insgesamt können wir aus dem Rennen wieder viele Erkenntnisse ziehen und wissen, was wir noch bis zum 24h Rennen verändern müssen“, so der Kölner und definiert die Marschrichtung relativ klar. „Wir möchten auf jeden Fall beim Saisonhighlight in die Top fünf fahren. Hierzu dürfen wir uns allerdings nicht den geringsten Fehler leisten, sondern konstant schnell unterwegs sein.

Dass eben dieser Kampf nicht einfach wird, ist aber auch Brück bewusst. Man habe grade beim dritten VLN-Lauf wieder gesehen, wie stark die Konkurrenz aufgestellt sei. Ob der Rennverlauf dann in diesem Jahr für die beiden Bentleys einen positiveren Verlauf als im vergangenen Jahr bereit hält, bleibt abzuwarten. 2015 waren zwei der drei Bentleys noch vor Halbzeit mit Unfällen aus dem Kampf um die Führung ausgeschieden – lediglich HTP holte mit Platz acht noch die Kohlen aus dem Feuer und verhinderte einen Totalausfall für die Briten.