Beim 24-Stunden-Wettstreit auf der Nordschleife des Nürburgrings bestreiten die Protagonisten von drei Cup-Kategorien ihr Rennen im Rennen. BMW-, Opel- und Porsche-Mannschaften kämpfen in diesen Divisionen um den Klassensieg und um Punkte in der Jahreswertung.
Anders als in der VLN-Langstreckenmeisterschaft, in der fünf Cup-Klassen ausgeschrieben werden, begnügen sich die Veranstalter des 24-Stunden-Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife damit, drei Markenpokale in ihrem Feld auszurichten. Zahlenmäßig gibt sich BMW überlegen. Dreizehn Zweier-Bayern stehen fünf Opel-Astra- und vier Porsche-Cayman-Cup-Rennern entgegen. Ein Überblick.
Cup 1: Opel Astra OPC
Im Opel-Pokal kämpfen fünf Mannschaften um den Siegerkranz. Die Wagen verteilen sich aber auf lediglich zwei Einsatzteams. Drei Opel Astra OPC werden von Lubner Motorsport eingesetzt, zwei von WS Racing.
Auf dem Papier durfte das Wagentrio von Lubner die Nase vorn haben. Der Mannschaft gelangen in dieser Saison bereits zwei Klassensiege in der VLN-Langstreckenmeisterschaft. Allerdings ist auf der Fahrerseite nur Marcel Hartl vom zweimal siegreichen Trio auch beim Jahreshöhepunkt in der Eifel vertreten.
Alle Besatzungen sind in der Form in diesem Jahr noch nicht zusammen gefahren und die Wahrheit liegt auf dem Eifel-Asphalt. Ein Favorit dürfte sich frühestens nach den ersten Rennstunden heraus kristallisieren.
Cup 3: Porsche Cayman GT4 CS
Der Porsche-Pokal wartet wiederum mit vier Startern auf. Die Einsatzmannschaften heißen Black Falcon, Mathol Racing, Teichmann Racing und Mühlner Motorsport. Die Mannschaft von Teichmann Racing konnte wie Lubner bei den Opelanern die drei bisherigen Wertungsläufe für sich entscheiden. Aber keiner der bisher siegreichen Fahrer startet auch bei Eifel-Marathon. Die Favoritenfrage ist somit ähnlich schwierig zu beantworten, wie im Opel-Lager.
Cup 5: BMW M235i Racing
Die Bayern haben zahlenmäßig schon jetzt die Nase vorn. Mit dreizehn Startern stellen sie im Feld der Pokal-Helden die Übermacht dar. Die dreimaligen VLN-Klassensieger Michael Schrey und Alexander Mies von Bonk Motorsport haben sich Emin Akata als Verstärkung ins Cockpit geholt. In dieser Konstellation zählt das Trio nach dem bisherigen Saisonverlauf des Pokals als klarer Favorit.
Aber auch Norbert Fischer, Christian Konnerth, Daniel Zils und Uwe Ebertz zählen im Zweier von Adrenalin Motorsport genauso zu den Favoriten wie Johannes Scheids Schützlinge Thomas Jäger und Max Partl, denen aber bislang noch mindestens ein dritter Fahrer fehlt. Bei den drei bisherigen VLN-Rennen teilte sich Jäger das Cockpit mit dem erfahrenen Rudi Adams, der aber das 24-Stunden-Rennen auf einem BMW der Klasse SP8 bestreitet.
Auch bei Sorg Rennsport ist neben Heiko Eichenberg und dem Vorjahressieger Kevin Warum noch mindestens ein weiterer Platz am Steuer vakant. Adäquat verstärkt dürfte die Sorg-Mannschaft vor allem auf die Distanz ein ernst zu nehmender Herausforderer sein.
Die Cup-Klassen im 24-Stunden-Rennen versprechen vor allem eines: packende und enge Zweikämpfe Rad an Rad und eine spannende Entscheidung. In allen drei Klassen gehen erfahrene und motivierte Mannschaften zu Werke, die in technischer Hinsicht nur wenig anbrennen lassen werden. Somit liegt wie eingangs bereits erwähnt, die Wahrheit auf dem Eifel-Asphalt.


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