Toyota: Nochmals neues Motorkonzept für Saison 2018?

Bringt Toyota in zwei Jahren erneut einen gänzlich neuen Motor an den Start? | © Daniel Schnichels

Aufgrund des wechselnden Reglements in der Langstrecken-WM könnte Toyota zur Saison 2018 gezwungen sein, erneut einen neuen Motor zu entwickeln. Aufgrund des aktuellen Biturbokonzepts könnte die Japaner das Problem ereilen, zu wenig Platz für ein weiteres Energierückgewinnungssystem zu haben.

Da in der Saison 2018 in der Langstrecken-WM erneut das Motorenreglement modifiziert wird, könnte Toyota dazu gezwungen sein, abermals einen neuen Motor zu entwickeln. Da TMG erst zu dieser Saison einen neuentwickelten Biturbomotor einführte, bedeutet das, neben zusätzlichem Arbeitsaufwand, auch eine deutliche finanzielle Mehrbelastung. Der Grund, weshalb das Konzept vermutlich abermals überdacht werden muss, liegt in dem benötigten Platz, den ein Biturbomotor mit sich bringt.

Denn wie man an den aktuellen Konzepten von Audi und Porsche ersehen kann, wird über Luftschächte und verschiedene Systeme zur Luftführung und Kühlung alles dafür getan, um den Luftwiderstand möglichst gering zu halten und eine optimale Kühlung zu ermöglichen. Bei Toyotas Biturbokonzept muss es beinahe bauartbedingt so sein, dass zwei Turbolader mehr Platz benötigen als einer, was zu Kompromissen bei der Luftführung führt.

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Da in der Saison 2018 bis zu zehn Megajoule bei den Hybridkategorien erlaubt sind, sind vermutlich alle Hersteller in der Position, drei Rückgewinnungssysteme einzusetzen. Neben dem KERS-System an Vorder- und Hinterachse wäre dabei die Abgasenergierückgewinnung die dritte, mögliche Variante. Diese ist allerdings bei einem Biturbomotor nicht umsetzbar, wie auch Toyotas Technikchef Pascal Vasselon gegenüber Auto Motor und Sport bestätigte.


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