VLN-Auftakt: Scuderia Glickenhaus zieht P4/5 C Mk III zurück

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Die VLNRegelhüter haben dem P4/5 C Mk III keine Starterlaubnis erteilt | © Hide Ishiura

Die Scuderia Cameron Glickenhaus verzichtet beim VLN-Auftakt auf einen Start mit dem P4/5 C Mk III, weil die Regelaufseher keine Zulassung für dessen Hybridsystem erteilt haben. Hintergrund des Verbots: die Sportwarte entlang der Nordschleife des Nürburgrings sind nicht alle für den Umgang mit Elektroantrieben geschult.

Aus Sicherheitsgründen hat die Veranstaltergemeinschaft dem P4/5 C Mk III keine Teilnahmeberechtigung für das Auftaktrennen der VLN-Langstreckenmeisterschaft erteilt. Der Grund dieses Beschlusses: die Sportwarte entlang der Nordschleife des Nürburgrings sind nicht alle für den Umgang mit Hybridautos geschult. Daher hat die Scuderia Cameron Glickenhaus den Entschluss gefasst, die Weiterentwicklung des Competizione-Sportwagens zurückzuziehen.

Zwar haben die Regelwächter der Scuderia Cameron Glickenhaus die Möglichkeit offeriert, mit dem P4/5 C Mk III ohne Hybridsystem anzutreten, diese Option stelle für die Equipe allerdings keine Alternative dar. „Dennoch hat SCG entschieden, das Fahrzeug am Samstag nicht einzusetzen, da es für die Vorbereitungen der Mannschaft im Hinblick auf das 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring keinen Nutzen hätte“, begründet das Team in einem Kommuniqué.

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Stattdessen nutzt die Scuderia Cameron Glickenhaus das Qualifikationsveranstaltung, um sich auf das 24-Stunden-Rennen in der Eifel vorzubereiten. „SCG befürwortet Sicherheit im Motorsport absolut und akzeptiert die schwierige Entscheidung der VLN-Organisatoren, dem P4/5 C Mk III in seiner Hybridkonfiguration keine Startgenehmigung zu erteilen“, heißt es in der Mitteilung zum Beschluss des Organisationsgespanns.

Folglich startet die Scuderia Cameron Glickenhaus nur mit dem SCG003C-Prototyp bei der ADAC-Westfalenfahrt. Die Arbeit im Cockpit verrichten Thomas Mutsch, Jeff Westphal und Andreas Simonsen. „Wir sind ein wenig enttäuscht, dass wir nicht in der Lage sind, mit dem P4/5 C Mk III in seiner Hybridkonfiguration anzutreten, aber wir verstehen die Entscheidung, welche die VLN-Organisatoren getroffen haben“, meint Einsatzleiter Paolo Garella.

Auch den Veranstaltern sei diese Maßnahme schwer gefallen. „Die VLN bedauert es wirklich, den P4/5 C Mk III beim Saisonauftakt der VLN 2016 nicht zu sehen“, äußert sich VLN-Geschäftsführer Karl Mauer zu dieser Entscheidung. „Wir freuen uns sehr, dass sich die Scuderia Cameron Glickenhaus dafür einsetzt, dass die allgemeine Sicherheit im VLN-Wettbewerb gewährleistet werden kann. Wir danken SCG und Jim Glickenhaus für das kooperative Vorgehen.“