Sebring: Extreme Speed holt den zweiten Sieg in Folge

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ESM gewinnt das zweite Rennen in Serie | © Pipo Derani

Nach Daytona sicherte sich die Mannschaft von Extreme Speed Motorsport nun auch den Sieg bei den Zwölf Stunden von Sebring. Mit einer fulminanten Schlussattacke drehte Luís Felipe Derani am Ende erneut den Rennverlauf und überquerte den Zielstrich im Ligier-Honda als Erster.

Luís Felipe Derani, Scott Sharp, Johannes van Overbeck und Ed Brown haben die Zwölf Stunden von Sebring nach einer taktischen Meisterleistung und einem starken Schlussstint des Brasilianers Derani gewonnen. Nach Daytona ist dies für die Ligier-Honda-Mannschaft bereits der zweite Erfolg in Serie. Nach starken Regenfällen musste das Rennen nach knapp drei Stunden mit der roten Flagge unterbrochen werden. Der Neustart erfolgte nach zwei Stunden und einigen Runden hinter dem Safetycar.

In der GTLM-Klasse ging der Sieg an das Corvette-Trio Oliver Gavin Tommy Milner und Marcel Fässler. Christina Nielsen, Alessandro Balcan und Jeff Segal hingegen sicherten sich den Sieg in der kleineren GTD-Kategorie. Ihr einsatzgerät: ein Ferrari F488 GT3 der Scuderia Corsa. In der Prototype-Challenge-Klasse gewannen Janathan Bennett, Colin Braun und Mark Wilkins im Oreca FLM 09.

Nachdem die diesjährige Ausgabe der Zwölf Stunden von Sebring nach einer zweistündigen Regenunterbrechung neu gestartet wurde, war der Langstreckenklassiker geprägt von taktischen Entscheidungen. Auf der abwechselnd feuchten und trockenen Strecke erwies sich die richtige Reifenwahl als elementar.

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Als das Safety-Car in den letzen Minuten des Rennens zum dreizehnten Mal auf die Strecke musste, nutze Derani im Ligier-Honda die Gelegenheit, um auf das führende Corvette-Trio, welches den Sieg eigentlich unter sich ausmachen wollte, aufzuschließen. Nachdem das Führungsfahrzeug abgebogen war und das Rennen für die letzten zehn Minuten frei gegeben war, kämpfte der junge Brasilianer die drei US-Boliden mit sehenswerten Überholmanövern nieder und sicherte sich und seiner ESM-Mannschaft den zweiten Sieg in Folge.

„Es war großartig“, so ein ausgelassener Derani im Ziel. „Es war ein extrem schweres Rennen. Der Start bei trockenen Bedingungen, dann der Rennabbruch. Ich hatte auch einen langen Stint mit Slicks im Regen und dann waren die letzten beiden Stunden pure Emotion. Nach einem Stint in Führung waren wir fünfzehn Minuten vor dem Ende Vierter. Das Team hat einen fantastischen Job abgeliefert und mir ein Auto gegeben, das mir diese Überholmanöver ermöglichte.“

Auf dem Silberrang kamen Dane Cameron, Scott Pruett und Eric Curan auf der Corvette von Action Express Racing ins Ziel. Im Schwesterwagen sorgten João Barbosa, Christian Fitipaldi, Filipe Albuquerque und Doppelstarter Pruett mit dem Bronzerang für Corvette immerhin für einen versöhnlichen Ausgang.

Drama im Kampf um die GT-Krone

In der GT-Le-Mans-Klasse ging der Sieg erneut an die Corvette-Mannschaft. In dieser Wertung hatten Oliver Gavin, Tommy Milner und Marcel Fässler die Nase vorne. Allerdings fiel bereits in der Mitte des Rennens die Vorentscheidung. Im Kampf um Platz zwei kollidierte Corvette-Fahrer Jan Magnussen und Kévin Estre im Porsche miteinander und flogen spektakulär in die Streckenbegrenzung.

Beim Überrunden eines GTD-Wagens übersah Magnussen den Porsche von Estre, der sich an der anderen Seite des langsameren Rennwagens vorbei bremsen wollte, aber wohl auf der nassen Spur keine Haftung mehr hatte. Zusammen rutschten die beiden Kontrahenten nach der folgenden Kollision ins Aus. Das BMW-Trio Bill Auberlen, Dirk Werner und Bruno Spengler sicherte sich den Silberrang vor dem zweiten Werksporsche mit Earl Bamber, Michael Christensen und Frederic Makowiecki.