LMP3: Niederländische Studenten entwickeln Fahrzeug mit Wasserstoffantrieb

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Auf Grundlage des Adels 03 haben entwickelten die Studenten einen Wasserstoff-LMP3 l © Forze Delft

Studenten der niederländischen Universität in Delft haben einen LMP3-Prototypen mit Wasserstoffantrieb entwickelt. Der Forze Delft VII basiert auf dem Chassis des Adess 03 und bringt eine Leistung von rund einhundert Kilowatt inklusiver zweier Elektromotoren mit zweihundert Kilowatt. Bereits im August wollen die Studenten mit dem Fahrzeug in einem Rennen antreten.

In den Niederlanden haben Studenten der Universität in Delft ein LMP3-Fahrzeug entwickelt, dass mit Wasserstoff betrieben wird. Dabei griffen die Studierenden auf das aktuelle 03-Modell von Adess zurück und nutzen den Boliden als Chassis. Insgesamt bringt der Forze Delft VII eine Leistung von rund dreihundert Kilowatt. Einhundert Kilowatt liefert eine Wasserstoffzelle, die übrige Leistung kommt von zwei Elektromotoren. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt rund 210 Stundenkilometer, wobei der Prototyp binnen vier Sekunden auf einhundert Stundenkilometer beschleunigt.

Bereits im Laufe des Jahres möchte die Abordnung das erste Rennen mit dem neuartigen Fahrzeug bestreiten und visiert die Veranstaltung der niederländischen Supercar-Challenge im August in Assen an. „Wir treten in der Wertung für Sportwagen in der Supercar-Challenge an“, äußerte sich Teammanager Rick Everaert bei Motorsport.com. Dabei hat der Kopf der Truppe keineswegs bescheidene Ziele und möchte gleich den Rennausgang beeinflussen.

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„Wir wollen den Sieg in unserer Klasse einfahren. Gelingt uns das, dann sind wir das erste Team, das mit einem wasserstoffbetriebenen Fahrzeug gegen benzinbetriebene Fahrzeuge mithalten kann.“ Insgesamt besteht der Rennstall aus 70 Studenten um zu beweisen, „dass man mit dieser Technologie auch Rennen fahren kann.“ Als Piloten benannte Everaert die Entwicklungsfahrer Jan Bot und Leo van der Eijk.

Als langfristiges Ziel setzen sich die Teilnehmer des Projekts eine Teilnahme beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans. „Wir haben schon darüber gesprochen, dass es ein Traum wäre, ein Mal an den 24 Stunden von Le Mans teilzunehmen. Wenn es uns gelingt das Auto schnell genug aufzuladen und lange Stints zu fahren, dann wären wir gerne dabei. Dafür braucht es noch etwas Entwicklungsarbeit, aber wenn ich mir den Enthusiasmus bei uns im Team vor Augen führe, dann werden wir das schaffen“, meinte der Teammanager. In Le Mans könnte die Equipé einen Startplatz in der 56. Garage ergattern, müsste aber seitens des ACO eine Einladung erhalten.