Le Mans: BMW-Gerüchte nehmen Konturen an

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BMW trägt sich augenscheinlich weiterhin mit dem Gedanken, einen Le-Mans-Prototyp zu entwickeln | © Schnitzer Motorsport

Plant BMW seine Wiederkehr nach Le Mans? Diese Frage treibt die Szene seit geraumer Zeit um. Offenbar trägt sich der Konstrukteur aus Bayern nach wie vor mit der Idee, einen LMP1-Prototyp zu fertigen. Mittlerweile drängen sogar Informationen an die Öffentlichkeit, welche die Pläne konturieren.

Augenscheinlich trägt sich BMW weiterhin mit dem Vorhaben, einen Le-Mans-Prototyp zu konzentrieren. Die Chefetage bekräftigte bereits verschiedentlich, sich im Oberhaus des Langstreckensports zu engagieren. Eine offizielle, konkrete Bekanntmachung veröffentlichten die Bayrischen Motorenwerke allerdings nicht. Gleichwohl berichtet sport auto, es existiere zumindest ein Planungsgerüst für ein derartiges Unternehmen.

Demgemäß stelle die Buchung der 56. Garage eine Option dar, welche den Einstieg in die Endurance-Branche ebnen könnte. Möglicherweise entwickelt BMW einen Wasserstoff- oder Brennstoffzellenrenner für die Teilnahme am 24-Stunden-Langstreckenrennen von Le Mans der Saison 2018. Sodann wäre ein zweijähriges LMP1-Programm der nachfolgende Schritt. Jedoch müsse der Vorstand diese Idee zunächst absegnen.

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Vorgeblich wolle BMW noch in diesem Monat eine definitive Entscheidung treffen. Zumal ein Vorbereitungszeitraum von etwa vierundzwanzig Monate nottue, um solch einem Projekt ins Dasein zu verhelfen. Um die Fortschritte in der Brennstoffzellenforschung zu forcieren, sei BMW gemäß sport auto sogar eine Kooperation mit Linde und Toyota eingegangen. Die Kostenkalkulation beziffert der bayrische Konstrukteur bei etwa fünfhundert Millionen Euro.

Ein weiteres Fragezeichen hinter den umrissenen Planungen in München: Inwieweit genehmigt das fortschrittlich-grüne ACO-Reglement das innovative Konzept der Brennstoffzelle? Denn der gegenwärtige LMP1-Wettbewerb zwischen Audi, Porsche und Toyota fußt bislang lediglich auf der hybriden Kombination eines Elektromotors sowie eines herkömmlichen Benzin- oder Dieseltriebwerks.

Angesichts der Meldungen der vergangenen Wochen und Monate erliegt man gleichsam den Eindruck, die BMW-Verantwortlichen seien sich uneins hinsichtlich der zukünftigen Vorhaben. Schon im vorletzten Jahr keimten Gerüchte auf, wonach sich der Hersteller aus der bayrischen Kapitale nach Le Mans zurückkehren wolle. Auch die 56. Garage steht seit geraumer Zeit zur Debatte. Zuletzt dementierte BMW im November jedoch sämtliche Pläne.