Teamchef Christian Schütz problematisiert das überarbeitete Qualifikationsformat, welches das ADAC GT Masters in diesem Jahr einführt. Denn die wechselnden Bedingungen erschweren die Abstimmungen im Training. Darüber hinaus könne ein Unfall womöglich die Teilnahme am Rennen gefährden.
In diesem Jahr führt das ADAC GT Masters einen überarbeiteten Qualifikationsmodus ein. Künftig konkurrieren die Wettbewerber am jeweiligen Renntag um die beste Ausgangsposition in der Startaufstellung, anstatt in einer Sitzung mit zwei Segmenten am Freitagabend. Die Intention: Der veranstaltende Automobilklub wolle das Programm für die Zuschauer an der Strecke attraktiver gestalten.
Allerdings birgt das künftige Qualifikationsformat gleichermaßen Nachteile, wodurch die Mannschaften diverse Unwägbarkeiten meistern müssen. „Der neue Qualifying-Modus macht es uns noch schwerer wettbewerbsfähig zu sein, da sich die Bedingungen im Qualifying zum freien Training am Vortag dann deutlich unterscheiden werden“, gibt Teamchef Christian Schütz gegenüber SportsCar-Info zu Bedenken.
Aufgrund der wechselnden Verhältnisse sind die Teilnehmer außerstande, im Training die Abstimmung für die Qualifikation zu optimieren. „Das haben wir bereits beim Probelauf auf dem Sachsenring erfahren“, erinnert Schütz. „Da sind wir im Nassen im Training gefahren und im Quali dann bei trockenen Bedingungen. Ohne einen vorherigen Test vor Ort ist es dann schon relativ schwer, eine perfekte Abstimmung herauszufahren.“
Den Super-GAU stellt wiederum ein Unfall dar. Schließlich bleibt in Zukunft keine Gelegenheit, mithilfe einer zusätzlichen Nachtschicht den beschädigten Sportwagen wieder instand zu setzen. „Das gefährdet dann ganz schnell mal den Renneinsatz. Außerdem werden den Teams auch einige taktische Möglichkeiten genommen, aber das ist ja für alle gleich. Wir nehmen es, wie es ist und werden uns darauf einstellen.“
Die Äußerungen stammen aus einem Interview mit Christian Schütz, das in Kürze auf SportsCar-Info erscheint.


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