Dubai: Audi trägt überlegenen Sieg davon

1189
W Racing Team erstritt einen triumphalen Sieg bei den 24 Stunden von Dubai | © Audi Sport

Das W Racing Team hat bei den 24 Stunden von Dubai einen dominanten Sieg für Audi davongetragen. Alain Ferté, Michael Meadows, Stuart Leonard und Laurens Vanthoor brillierten mit einer konstanten Leistung. Derweil betrieb Black Falcon erfolgreich Schadensbegrenzung, Drama um Konrad Motorsport.

Audi hat den Erwartungen bei den 24 Stunden von Dubai geradezu mühelos Genüge geleistet. Begünstigt durch eine fehlerfreie Leistung, trug das W Racing Team einen überlegenen Sieg für die Marke mit den vier Ringen davon. Letzten Endes verzeichnete das Fahrerquartett Alain Ferté, Michael Meadows, Stuart Leonard und Laurens Vanthoor beim Zieleinlauf einen komfortablen Fünf-Runden-Vorsprung.

Gleichwohl gelangt Audi zu einem ambivalenten Abschlussresümee bei der elften Auflage des Langstreckenwettstreits in der Arabischen Wüste. Von Anbeginn ging die Delegation aus Neuburg an der Donau zwar daran, ihr Potenzial zu demonstrieren, überflügelte die Konkurrenz gleichsam. Dennoch: Nach einer dominanten Anfangsphase – mit vorübergehender Vierfachführung – begann das Audi-Lager zu straucheln, leistete sich Fehler.

- Anzeige -

Für C. Abt Racing endete der Vormarsch jählings wegen einer Kollision im Überrundungsverkehr. Durch den erforderlichen Reparaturstopp büßte die Audi-Equipe zahlreiche Positionen ein. Christer Jöns, Andreas Weishaupt, Isaac Tutumlu Lopez, Matias Henkola und Daniel Abt zeigten jedoch sportliche Moral: Das Quintett kletterte sukzessive das Klassement empor und erkämpfte schlussendlich den Bronzerang.

Titelverteidiger Black Falcon widerfährt Debakel

Den Markenkollegen von Land Motorsport war Fortuna dagegen nicht hold. Das Audi-Gespann wähnte sich bereits als Sieger des Endurance-Wettbewerbs am Persischen Golf, ein Getriebeschaden stoppte das Unternehmen jedoch. Marc Basseng, Christopher Mies, Carsten Tilke und Connor de Phillippi mussten kapitulieren. Optimum Motorsport stand ebenfalls außerplanmäßig an der Box, aber Flick Haigh, Ryan Ratcliffe, Joe Osborne und Frank Stippler belegten letztlich Platz fünf.

Titelverteidiger Black Falcon widerfuhr hingegen ein Fiasko. Aufgrund technischer Gebrechen war die Mercedes-AMG-Abordnung außerstande, den erwartungsgemäßen Audi-Triumph zu gefährden. Nach einem Drittel der Distanz teilte Black Falcon schließlich mit, seine beiden Silberpfeile der aktuellen Modellgeneration zurückzuziehen. Der Grund: Folgeschäden, bedingt durch Unfälle während der Startphase.

Allerdings betrieb die dritte Besatzung mit dem Mercedes-Benz-Jahreswagen schlussendlich Schadensbegrenzung für die schwarzen Falken. Das fünfköpfige Fahrerensemble Abdulaziz al Faisal, Oliver Webb, Adam Christodoulou, Oliver Morley und Frank Montecalvo hievte den altbewährten Flügeltürer an zweiter Stelle über den Zielstrich und hängten sich somit die Silbermedaille um.

Hofor-Racing gewinnt Amateurwertung

Dieser Leistung gebührt herausragender Respekt. Nach einem Fahrzeugbrand im Donnerstagstraining musste Black Falcon kurzfristig ein SLS-Ausstellungsfahrzeug, welches eigentlich zu Präsentationszwecken im Fahrerlager stand, für den Einsatz beim Wüstenmarathon präparieren. Aus der letzten Reihe gestartet, arbeitete sich Black Falcon peu à peu durch das Getümmel des Hundert-Wagen-Teilnehmerfeldes.

Einen Erfolg verbuchten dagegen die internen Kontrahenten von Hofor-Racing. Christiaan Frankenhout, Kenneth Heyer, Roland Eggimann sowie Chantal und Michael Kroll erzielten den vierten Gesamtrang, womit das Schweizer Team die A6-Am-Klasse gewann. Gesamstechste wurden die Markenkollegen von Preci Spark. Am AMG-Lenkrad drehten: David, Godfrey, Morgan, Philip und Gareth Jones.

Car Collection Motorsport gelang bei seinem ersten Auftritt nach dem Fabrikatswechsel ein Resultat unter den besten Zehn. Der Audi-Fünfer Markus Winkelhock, Claudia Hürtgen, Heinz Schmersal, Pierre Ehret und Teamchef Peter Schmidt erblickte das schwarz-weiß karierte Tuch auf Position sieben. Ein Achtungserfolg glückte außerdem V8 Racing mit der Corvette C6.R GT1: Nicky Pastorelli, Alex van t’Hoff, Rick Abresch und Wolf Nathan erstritten Rang acht.

Feuer verhindert Podiumsergebnis für Konrad Motorsport

Eine Tragödie spielte sich wiederum um Konrad Motorsport ab. Der Rennstall war im Begriff, bei seiner Rückkehr aufs internationale Parkett einen Überraschungserfolg zu erzielen. Fabio Babini Christian Engelhart, Mark und Rolf Ineichen sowie Teamchef Franz Konrad befanden sich auf Podiumskurs, als deren Lamborghini-Sportwagen – zwanzig Minuten vor dem Fallen der Zielflagge – in Flammen aufging.

Die Markenkollegen von HB Racing belegten zumindest Rang neun in der Abschlusswertung. Am Steuer wechselten sich Robert und Alfred Renauer, Daniel Allemann sowie Ralf Bohn ab. Dahinter folgten bereits die Mitstreiter anderer Wertungen. In der 991-Klasse feierte Lechner Racing einen Doppeltriumph. Intern bezwangen Saeed Al Mehairi, Bashar Mardini, Sven Müller, Hasher Al Maktoum und Jaap van Lagen ihre Stallgefährten Hannes Waimer, Wolfgang Triller, Edward Jones Christopher Zöchling und Charlie Frijns.

Seit der vergangen Saison fügt die Creventic-Agentur die Veranstaltungen der 24-Stunden-Serie zu einer Gesamtwertung mit Punktetablle zusammen. Nächste Station der Langstreckenmeisterschaft: das Autodromo Internazionale del Mugello. Die weiteren Begegnungen finden in Silverstone, Zandvoort, auf dem Circuit Paul Ricard in Le Castellet, in Barcelona sowie Brünn statt.