Dubai: Audi übernimmt Führung, Drama bei Ferrari

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Land Motorsport behauptet die Führung zu nächtlicher Stunde | © Land Motorsport

Über lange Zeit duellierten sich Ferrari und Audi in den Abendstunden des 24-Stunden-Rennens von Dubai. Allerdings musste die Scuderia Praha, in Führung liegend, das Rennen nach einem Unfall beenden. Audi verwaltet eine Doppelführung, doch Konrad Motorsport ist in Schlagdistanz. Die Ereignisse am Persischen Golf zum Nachlesen.

23.04 Uhr: Damit verabschieden wir uns nach der Hälfte des Rennens und unterbrechen an dieser Stelle unseren Liveblog. Bewegte Bilder gibt es die ganze Nacht, im gewohnten Textumfang melden wir uns Morgen früh wieder zu Wort.

22.51 Uhr : Audi wird in dieser Phase des Rennens seiner Favirotenstellung absolut gerecht. Land Motorsport hat sich inzwischen einen komfortablen Vorsprung von einer Runde auf die Markenkollegen des W Racing Teams herausgefahren. Zwar ergeben sich durch die Boxenstopps Positionsverschiebungen, allerdings haben Christopher Mies und seine Teamkollegen zwei Boxenstopps weniger auf dem Konto. Doch welche Rolle spielt Konrad Motorsport?

Peu á peu haben sich Mark und Rolf Ineichen, Fabio Babini, Christian Engelhart und Franz Konrad an die Spitzengruppe manövriert. Die Lamborghini-Mannschaft liegt in Schlagdistanz zu dem Führungsduo aus dem Audi-Lager und könnte im Verlauf des Rennens noch für Aufsehen sorgen. Allerdings muss sich die Mannschaft aus Österreich auch gegen die dritte und verbliebene Garde von Black Falcon behaupten. Nach zwölf Stunden ergibt sich im Gesamtklassement folgende Konstellation:

1. Christopher Mies l Land Motorsport l Audi R8 LMS
2. Michael Meadows l W Racing Team l Audi R8 LMS
3. Rolf Ineichen l Konrad Motorsport l Lamborghini Huracan GT3
4. Fran Montecalvo l Black Falcon l Mercedes-Benz SLMS AMG GT3
5. Tim Müller l SPS Automotive Performance l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
6. Christiaan Frankenhout l Hofor-Racing l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
7. Morgan Jones l Preci-Spark l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
8. Christer Jöns l C. Abt Racing l Audi R8 LMS
9. Joe Osborne l Optimum Motorsport l Audi R8 LMS
10. Ingo Vogler l Car Collection Motorsport l Audi R8 LMS

21.55 Uhr: Während die Piloten noch mit gedrosselter Geschwindigkeit durch das Dubai Autodrome geschickt werden, ein Blick in die Klassen:

A6-Pro: Connor de Phillippi l Land Motorspot l Audi R8 LMS
A6-Am: Chantal Kroll l Hofor-Racing l Mercedes-Benz SLMS AMG GT3
SP3: Eliott Norris l Optimum Motorsport l Ginetta G55 GT4
Cup1: Mario Timmers l QSR l BMW M235i
A2: Henry Littig l Besaplast Racing l Mini Cooper S JCW
A3: Stéphane Ventaja l Team Altran Peugeot l Peugeot 208 GTi
SP2: Jean-Francois Demorge l Lorient Racing l Porsche 997 Cup S
TCR: Ramzi Moutran l Memac Ogilvy Duel Racing l Seat Leon Cup Racer
991-Cup: Saeed Al Mehairi l Lechner Racing l Porsche 991 Cup

21.43 Uhr: Derweil bestätigte Ferrari-Pilot Peter Kox, dass die beiden in den Unfall verwickelten Fahrer unversehrt sind. „Beide Fahrer sind okay, ihnen geht es den Umständen entsprechend gut. Es ist sehr schade, dass das Rennen so enden mussten. Das Auto war fantastisch, vor allem sehr konkurrenzfähig gegen die neuen Modelle. Audi war zwar besonders schnell, aber wir waren immer mit von der Partie“, meinte ein enttäuschter Kox nach dem Ausscheiden.

21.28 Uhr: Noch immer sind die Streckenposten damit beschäftigt die Unfallstelle zu räumen. Währenddessen befinden sich beide Piloten auf dem Weg ins Medical-Center, um sich einigen Routineuntersuchungen zu unterziehen.

20.47 Uhr: Drama bei Ferrari: In Führung liegend stößt Matteo Cressoni in der letzten Kurve mit Thomas Martinsson (Ginetta G50 GT4) zusammen. Beide Fahrzeuge sind zu stark havariert, sodass die Ferrari-Abordnung Scuderia Praha den Spitzenplatz kampflos an Land Motorsport übergeben muss.

Christopher Mies führt das Feld nun durch die Code-60-Phase. Durch den Ausfall rückt Laurens Vanthoor mit dem WRT-Audi auf Rang zwei, während Abdulaziz Al Faisal den Flügeltürer von Black Falcon auf dem provisorischen Bronzerang pilotiert. Doch auch Konrad Motorsport darf sich fortan berechtigte Hoffnungen auf eine Podiumsplatzierung machen.

20.28 Uhr: Das Führungstrio um die Scuderia Praha, Land Motorsport und das W Racing Team liegt nach über neun Stunden des Rennens innerhalb von einer Runde. Allerdings rotieren die ersten drei Position derzeit nur, wenn einer der Akteure in die Boxengasse abbiegt. Ansonsten gibt es an der Spitze nur wenige Positionsverschiebungen.

Sven Müller pilotiert den Cup-Porsche von Lechner Racing auf Rang zwölf, was zugleich auch Platz eins in der 991-Kategorie ausmacht. In der SP2-Wertung rangiert Frédéric Ancel von Lorient Racing auf dem ersten Platz.

19.35 Uhr: Kenneth Heyer übergab vor kurzem das Steuer des Mercedes-Benz-Flügeltürers von Hofor-Racing an den Niederländer Christiaan Frankenhout. Heyer zeigte sich nach seinem Einsatz vor allem von der gewählten Taktik seiner Mannschaft sehr angetan. Durch die Mindestzeit von 2:05 Minuten pro Runde gewährten die Regelhüter dem eidgenössischen Rennstall zugleich ein größeres Tankvolumen, weshalb der AMG-Rennstall bisher erst fünf Boxenbesuche benötigte.

„So sind nunmal die Regeln in der Amateurwertung, wir haben uns vor dem Rennen dafür entschieden. Aber klar, wenn du Rennfahrer bist, dann möchtest du Vollgas geben. Andererseits können wir lange Stints fahren, das war eine gute Entscheidung von uns. Derzeit sind wir Zehnter, aber wir schauen definitiv aufs Podium“, äußerte sich Heyer im Livestream.

19.10 Uhr: Ein Drittel der 24-Stunden-Distanz sind zum jetzigen Zeitpunkt absolviert. Das W Racing Team avancierte in den vergangenen Minuten zum großen Gewinner einer vorangegangenen Code-60-Phase. Durch einen Boxenstopp innerhalb dieses Fenster gelang es dem belgischen Rennstall die Führung auf die Scuderia Praha auf knapp eine Runde auszubauen. Folglich ergibt sich nach acht Stunden folgender Zwischenstand:

1. Michael Meadows l Belgian Audi Club Team WRT l Audi R8 LMS
2. Matteo Malucelli l Scuderia Praha l Ferrari 458 Italia GT3
3. Connor de Phillippi l Land Motorsport l Audi R8 LMS
4. Christian Engehalt l Konrad Motorsport l Lamborghini Huracan GT3
5. Frank Montecalvo l Black Falcon l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
6. Lance-David Arnold l SPS Automotive Performance l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
7. Kenneth Heyer l Hofor-Racing l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
8. Phillip Jones l Preci-Spark l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
9. Alex Kapadia l Dragon Racing l Ferrari 458 Italia GT3
10. Elmar Grimm l Car Collection Motorsport l Audi R8 LMS

18.51 Uhr: Als Folge des Zusammenstoßes mit einem Piloten von Attempto Racing hat Black Falcon sein Fahrzeug mit der Startnummer zwei zurückgezogen. „Nach einem Kontakt haben wir unser Fahrzeug vom 24-Stunden-Rennen in Dubai zurückgezogen. Vielen Dank an Abu Dhabi Racing und Black Falcon für die gute Arbeit. Das Auto lief fantastisch. Wir kommen stärker als bisher zurück“, vermeldet Jeroen Bleekemolen auf seinem Facebook-Kanal.

18.38 Uhr: Kann Laurens Vanthoor nach seinen Siegen beim 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps 2014 und dem letztjährigen Gewinn der 24 Stunden auf dem Nürburgring auch in Dubai die Strecke als Sieger verlassen? Zumindest führt der belgische Audi-Werkspilot das Feld am Persischen Golf an. Bedingt durch einen Boxenstopp ist die Scuderia Praha auf Rang zwei gerückt.

In der Amateurwertung der A6-Spitzenklasse hat gegenwärtig Preci-Spark die Oberhand. Kenneth Heyer verbucht im Hofor-Flügeltürer einen minimalen Rückstand und ist Phillip Jones dicht auf den Fersen. Die Amateurfahrer dürfen eine Mindeszeit von 2:05 Minuten pro Runde nicht unterbieten. Obendrein sorgte der Boutsen Ginion für die achte Code-60-Phase des Rennens.

18.04 Uhr: Ein rabenschwarzer Tag für die Mannen von Black Falcon. Nachdem Jeroen Bleekemolen nach einem Kontakt mit dem Attempto-Porsche bereits seit einiger Zeit in der Garage steht, musste nun auch Abdulaziz Al Faisal die Box heimsuchen. Der Black-Falcon-Athlet touchierte mit seinem neuen Dienstwagen die Mauer, wonach der Mercedes-Benz einen großen Verlust von Getriebeöl hinnehmen musste. Die Mechaniker versuchen derweil den Schaden zu minimieren.

Peter Kox hingegen konnte sich ein kleines Polster auf Marc Basseng verschaffen. Der Abstand zum Audi-Piloten ist mittlerweile auf über 16 Sekunden gewachsen. Basseng haderte für einige Zeit allerdings mit dem dichten Verkehr auf dem Wüstenkurs.

17.43 Uhr: Mittlerweile hat Ferrari die Spitzenposition gefestigt. Doch Marc Basseng (Land Motorsport) pirscht sich peu á peu an Peter Kox heran. Aktuell trennen beide Akteure lediglich etwas mehr als zehn Sekunden. Die Scuderia Praha hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt bereits zwei Boxenstopps mehr auf dem Konto als die Zweitplatzierten.

Ram Racing und das Team WRT duellieren sich um den dritten Platz und pflügen nahezu parallel durch das Feld. Auch Konrad Motorsport hat den Anschluss unter die besten Fünf wiederhergestellt. Rolf Eineichen pilotiert den Lamborghini bis dato mit konstanten Rundenzeiten durch das Dubai Autodrome.

17.10 Uhr: Während die Creventic-Agentur das traditionelle Feuerwerk zündet, verweilen die ehemaligen Führenden von C. Abt Racing weiterhin in der Box. Mittlerweile verbucht die Audi-Mannschaft bereits über acht Runden Rückstand auf Platz eins. Beim Debütrennen in der Wüste dürften das Rennen damit gelaufen sein.

Indes wechselte auch die Führung. Während Carsten Tilke das Zepter im Land-Audi an Marc Basseng übergab, konnte Matteo Cressoni (Scuderia Praha) die Ziellinie als erster überqueren. Beeindruckend auch die Leistung von Black Falcon: Als 98. in das 24-Stunden-Rennen gestartet, befindet sich Adam Christodoulou derzeit nur eine Runde hinter dem führenden Ferrari.

16.55 Uhr: Willkommen zum zweiten Teil unseres Liveblogs zum 24-Stunden-Rennen von Dubai. Mittlerweile haben die Protagonisten bereits ein Viertel des Rennens absolviert. An der Spitze sortiert sich das Feld langsam, während Land Motorsport und Audi das Kräftemessen am Persischen Golf kontrollieren. Nach sechs Stunden ergibt sich folgender Stand:

1. Carsten Tilke l Land Motorsport l Audi R8 LMS
2. Matteo Cressoni l Scuderia Praha l Ferrari 458 Italia GT3
3. Alain Ferté l Audi R8 LMS l Belgian Audi Club Team WRT
4. Adam Christodoulou l Black Falcon l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
5. Paul White l Ram Racing l Mercedes-Benz AMG GT3
6. Alex Müller l SPS Automotive-Performance l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
7. Ryan Ratcliffe l Optimum Motorsport l Audi R8 LMS
8. Rolf Ineichen l Konrad Motorsport l Lamborghini Huracan GT3
9. Roland Eggimann l Hofor-Racing l Mercedes-Benz SLS AMG GT3
10. Gareth Jones l Preci-Spark l Mercedes-Benz SLS AMG GT3